Whakarewarewa, grad nocheinmal
Abendessen war gut, wenn auch nicht gerade das hochstehenste Lokal. Der Heimweg blieb auch ohne Nass und wir konnten die mitgetragenen Regenjacken gleich wieder in Mathilda verstauen… Alles muss seinen Platz haben, sonst kriegt hier wer Platzangst.
Apropos Platzangst: Ts Papilliorama mit der Wäscheleine quer durchs Wohngebiet wirkt sich auf meine Bewegungsfähigkeit in Mathildas Innerm aus, respektive verunmöglicht quasi jeglich Bewegung meinerseit, ausser ich robbe von der Sitz-/Liegeseite unten durch zur Koch-/Badseite. Ich nehme also in Gedanken ca. 15 Valium und übe mich in Meditation. Im eingebildeten Rausch basteln wir dann das Bett und schauen durch die fast dampfenden Fahrradinnenhosen und frisch gewaschenen Socken das Ende von Dirty Dancing im Satelitenfernsehen.
Später träume ich vom Regenwald und bin irgendwie hässig.
Laut Wettervorhersage solls heute schwach regnen, Morgen und Übermorgen dann richtig. Bisher ist’s draussen aber trocken… also besser gleich heute nochmal auf den gestern noch grob gewaschenen und gepflegten Göppel. Mathilda lüften und entfeuchten ist auch angesagt, mitnehmen irgendwie aber doof und die Gegend eher flach, also pedalieren wir gleich von hier aus los und die 7 Kilometer zum Bikepark sind schnell überwunden, der die Muskeln vorgewärmt – oder wie heisst dass, wenn der Hintern schon schmerzt ?
Jedenfalls gleich wieder auf die Trails gestürzt. Zum weiteren Aufwärmen ist der “Creek” Trail optimal, relativ flach, in engen Schlangenlinien durch den Farn- und Redwoodwald. Highspeed wer pedalierend aus den Kurven schiessen kann. Ich schiesse etwas gemächlicher und komme gemäss Strava (mit ein paar Verschnaufpausen, wo ist T jetzt wieder ? Ah, macht Fotos vom MuddyBuddy) mit der 4500-schnellsten Zeit durch …

Irgendwie gurken wir weiter durch den Whakarewarewa-Wald, mal auf, mal ab, mal links, dann rechts. Alle paar Verzweigugen nach der von gestern schon stark feucht-zerfledderten Papierkarte des Parks greifend, am Wartenplatz für den Shuttlebus an. Leider sind wir nicht die Einzigen heute, haben’s doch deutlich mehr Leute aus den Federn geschafft als noch am 1.1.
Wir lassen das hochbringen im alten Schulbus mit riesen Veloanhänger und wollens nochmal wissen: Wie vor 3 Jahren verirren wir uns fast auf dem “Old Chevy” Trail, der nicht aufhören will.
Irgendwann ist bei den Meisten die Energie erschöpft und wir nehmen noch ein paar lustige Trails bis zum Parkausgang, fahren weiter bis nach Rotorua und kommen 20 Sekunden vor dem einsetzenden Regen bei Mathilda an.
