Makara Peak
Am Freitag sieht das Wetter besser aus: Es regnet nicht mehr und die Sonne zeigt sich langsam. Das ist gut – denn so wird’s auch in Rods Wohnung endlich etwas wärmer und wir können ein paar Fenster öffnen, damit sich der Tannenbaum auch draussen olfaktorisch ausbreiten kann.
Wir fahren mit Mathilda zurück zum Makara Bike Park, den wir gestern nur kurz mal geprüft haben. Hochpedalen ist mittlerweile Standard, d.h. ich reg mich gar nicht mehr drüber auf und versuch, ohne viel Fluchen hochzukommen. Ich komm ganz gut voran, auch das mit dem Kartenlesen haben wir besser im Griff als am Vortag. Heute wollen wir bis zum «Gipfel» hoch, der immerhin auf 412 m liegt. Unterwegs haben wir zwei ältere Herren vor uns – ich bin froh, denn deren Tempo kann ich grad so knapp mithalten.
Oben angekommen hätte man offenbar einen fantastischen Blick auf die Südinsel, Wellington und die umliegenden kleinen Insel. Hätte man – wenn da nicht Nebel liegen würde. Es weht ein wirklich fieser Wind und zusammen mit der Funkantenne erinnert das ganze etwas an den Chasseral. Wir machen dennoch ein paar Fotos und fahren den Peak Flow Trail runter. Der ist genial, schnell, verspielt und wirklich flowig! So cool, dass ich schon auf der Abfahrt entscheide, nochmals hochzufahren.

Unten auf dem Parkplatz spricht uns ein Typ an: Pete hat vor kurzem sein Shuttle-Business angefangen und weist darauf hin, dass er an Wochenenden Bikers hochfahren würde. Pete und Pete plaudern etwas und tauschen Kontakte aus – der Shuttle-Pete empfiehlt darauf hin, dass wir doch den T3-Trail fahren sollen.
Wir pedalen wieder hoch, diesmal zum Glück mit viel weniger Nebel. Die Hängebrücke ist ein Highlight beim Hochfahren: Vor kurzem erst gemacht und ein kürzerer, angenehmerer Weg auf den «Gipfel» – und ein Foto wert.

Oben angekommen suchen wir den Einstieg in den T3 – grosser Fehler! Der Trail ist ein ganz übler, verblockt mit Steinen und mit schmalen Rinnen zum Fahren. Ich fluche und wünschte, ich wär nochmals den Flow gefahren… Unten trennen wir uns – Aeschi versucht sich auf der schwarzen Piste und ich rolle eine andere herunter, die sich als etwas breiterer Forstweg zeigt… Langweilig! Ich fluch noch etwas vor mich her und treffe Aeschi auf dem Parkplatz. Das war’s dann aber mit meiner Energie und wir entscheiden uns für Bier.
Rod soll heute nach Hause kommen – gut, dann treffen wir den Typen endlich. Ich werf noch einen Dreckwäsche-Haufen zusammen, schliesslich können wir bei Rod noch eine Runde waschen.
Wir fahren vorm Haus vor und treffen Rod: Sympathisch, jung, zuvorkommend, easy – er ist auf dem Weg zur Arbeit, aber seine Freundin ist zu Hause. Auch gut – wir treffen die junge Lea, die grad von ihrem 3-wöchigen Trip mit ihrer Deutschen Familie zurück kommt… Lea ist also Deutsche (…) und wäscht grad die Klamotten von den letzten 34 Wochen (…). Soviel dazu.
Wir lassen uns eine Restaurantempfehlung geben, duschen und uberen in die Stadt zum Znacht.