Kaiteriteri und etwas Action

Das Wetter bleibt gut und ist mit etwas Bewölkung ideal fürs Velölen. Aeschi und ich schauen uns den Kaiteriteri Bike Park näher an, der liegt rund 1 h entlang der Küste aufwärts. Die Fahrt dort erfolgt teilweise der Küste entlang, die Aussicht ist mal hübsch, mal eher trostlos. 

Kaiteriteri selber ist ein Touristenmagnet: Einerseits hat’s einen riesengrossen, brutal überfüllten Camping am Meer, andererseits gehen von dort viele Ausflüge weg. Von Kayak-Trips über Jet Ski zu Kaffee-Ausflügen gibt’s so ziemlich alles, der Strand ist mit Kindern und Grosseltern gefüllt… Alles andere als idyllisch. 

Der Bikepark selber ist dann auch recht voll, ich quäl mich den Hügel hoch, während sich Aeschi lauthals über die fehlende Beschilderung der Trails beklagt. Was wirklich cool ist hier in NZ, ist die Tatsache, dass sich wirklich alles auf ein Velos setzt und probiert – unabhängig von Alter, Grösse, Velo, Ausrüstung etc. 

Ein etwa 12-jähriger motiviert mich, dass es nicht mehr weit sei, und ausser dem Ende, das sehr steil sei, wäre alles easy. Am Schuss könnte ich ja schieben, meint er. Tu ich dann auch, stellt sich später raus. 

Im Vergleich zu den anderen Parks ist dieser hier nicht so der Reisser. Ausser einem Trail ist’s eher auf-ab-auf-ab und nicht sehr unterhaltsam. Wir entscheiden uns für eine Rückkehr auf den Parkplatz, werfen uns in Badeklamotten und gesellen uns zu den anderen gefühlten tausend Badenden am Strand. 

Auf dem Rückweg stoppen wir in Mapua bei der Golden Bear Brewery und essen Fish & Chips als Nachmittagssnack, ehe Tom und Aeschi sich für eine Feierabendrunde verabreden. Ich find das super, fahre Aeschi zu Tom ins Büro und wir verabreden uns alle um ca. 19 h zum Znacht beim Inder. 

Ich kurve etwas durch die Stadt, entdecke ein paar Ecken und bin logischerweise die erste am Treffpunkt. Bestelle ein Bier und mache es mir gemütlich, bis Aeschi anruft. Er meint, dass es wohl etwas länger dauern würde, da Tom gestürzt sei und die beiden nun mit einem Bike den Trail runter laufen… Super! Ich komm mir nutzlos vor, weiss nicht, wer wo genau ist und was ich tun könnte, um irgendwie zu helfen? 

Nach ein paar Minuten googeln und überlegen fahr ich zurück zu Mathilda, lad den Göppel auf und fahr los – unterdessen hat Cherryl mitgeteilt, wo sie auf Aeschi wartet: Tom ist mit seinem Chef, der avisiert wurde, bereits im Spital, Cherryl wartet auf Aeschi, der wieder hochgelaufen ist, um sein Bike zu holen. Ich fahr hin, lad Aeschi auf und Cherryl fährt ins Spital. Diagnose: Gebrochenes Schlüsselbein – der Bike-Klassiker halt. 

Nach duschen, einkaufen, ein paar mal telefonieren und organisieren sitzen wir dann später doch alle 4 am Tisch und lassen die Geschehnisse des Tages Revue passieren. Zum Glück ist nichts schlimmeres passiert! Phew!