Te Ara Koa
So, nach dem heftig energiespendenden Abendessen gestern, es geht ab auf dem Fringed Hill und dann Te Ara Koa runter …
Also früh aufgestanden um den erwartet hohen Temperaturen zu entgehen, nochmal ein bizzeli Energie in T reingefüttert und los von Haltmeiers Residenz an den Eingang von Codgers MTB Park. Von hier gehts nämlich den «Dun Mountain Trail» hoch und dann den «Fringed Hill Climb».
«Fringed Hill Climb» ist wie unser (verhasster) “Psycho”, bloss dass der nach einem Teil des «Dun Mountain Trails» nochmals 750hm konstant rauf geht, die letzten 100m davon fast überhängend (schwarz, Grade 5).
Gesagt und losgetreten, schon warm, dann heiss, dann erschöpft und kaum an der ersten Weggabelung unsicher … gehts jetzt rechts oder links ? Trailforks meint rechts, ich interpretiere aber falsch und behaupte links. Also links.
Wenig später; kann nicht sein, da stimmt was nicht. Also wieder Trailforks – ah vorhin wäre rechts richtig gewesen. Es gibt hier aber einen Verbindungspfad “Pipeline”, T traut mir nicht, gibt aber nach und diesmal habe ich Recht. Wir sind wieder auf dem «Dun Mountain Trail» und erreichen nach weiteren Höhenmetern den Anfang von «Fringed Hill Climb”.
Nicht lange, da hören wir bereits Stimmen hinter uns. 2 Herren im gemässigten Alter (also uralt gegen mich), dann noch einer mehr. Einholen tun sie uns aber erst später, als wir an einem der immer seltener werdenden Schattenplätze kurz Verschnaufpause einlegen. Aus Einmal werden mehrere Male, wir holen uns gegenseitig immer wieder ein und fangen an zu quatschen. Das “Zugpferd» der Dreiergruppe macht den Aufstieg seit Dezember zum 11. Mal, nach 12. Mal entspreche dies dem Aufstieg auf den Mount Everest …
Irgendwann nach knapp 2 Stunden sind wir oben. Die letzten 100m habe ich nur mit 2 Stops und Fuss auf den Boden geschafft. Da die Meisten aber schieben, ist das für mich OK so.


Als wir uns langsam auf die Abfahrt, den eigentlichen Grund für die Tortur bergauf, bereit machen, tauchen weitere rote Köpfe auf, darunter Alister, der Chef von Gravity Nelson, der uns vor ein paar Tagen auch geshuttelt hat.

Nach ein paar Worten und Beglückwünschungen zum Aufstieg gets dann endlich los. “Te Ara Koa” heisst der mit über 5 Kilometern längste Abfahrts-Singletrail Neuseelands.
Wir brauchen unsere Zeit, teils weil unbekannt, teils weil doch nicht ganz ohne, teilweise weil Fotos gemacht werden müssen. Ausserdem gehts ja darum, die Abfahrt zu geniessen und nicht einfach durchzujagen damit’s möglichst bald wieder vorbei ist …

Unterwegs, im letzten Teil, stoppen wir noch kurz an der Stelle, an der Tom anfangs Woche sein Schlüsselbein knacken liess und sind froh, unfallfrei unten anzukommen.
Bei “Just Be”, dem Kaffee- und Limonade-Wohnwagen unten am Parkplatz, betrieben von einer Schweizerin, genehmigen wir uns noch eine kühlende Limo, laden die Bikes auf und fahren an den Strand, abkühlen im Meer.