On the road again
Nach der gestrigen (Tor)tour auf dem Te Ara Koa war ich fix und fertig. Zum Glück auf dem Heimweg noch kurz Futter gekauft und bei Tom & Cheryl zusammen mit Dan noch eine Runde Burger gebraten. Hab ich mir verdient, fand ich.
Heute Morgen war’s dann aber Zeit, weiter zu gehen. Einerseits wollen wir die Gastfreundschaft der beiden nicht überstrapazieren, andererseits haben wir noch das eine oder andere auf unserer To Do Liste. Also zusammen noch einen Kafi genommen, beide umarmt (Tom etwas weniger, der ist schon genug kaputt) und gönnen uns zusammen mit Dan nochmals ein richtiges Frühstück (Ich: French Toast, Aeschi: Eggs Benedict). Danach düsen wir Richtung Supermarkt: Da wir seit rund 10 Tagen Mathilda nicht mehr wirklich gebraucht haben, ist der Frigo leer und warm – das muss dringend geändert werden.
Mit vollem Tank und vollem Kühlschrank fahren wir westwärts. Nicht, weil die Szenerie dort schöner oder die Sandfliegen weniger wären – sonder weil’s mehr Sinn macht, Craigieburn und Christchurch zu verbinden.
Unterwegs hat’s vor allem ganz viel nichts… Landschaft, mal grün, mal braun-gelb; mal Kühe, mal Schafe… Was wir sehen erinnert uns abwechslungsweise an Kalifornien, die Schweiz oder Kanada.
Der Weg zeiht sich und ist länger, als erhofft oder erwartet. Baustellen, langsame Camperfahrer, Aussichtspunkte etc. finden sich unterwegs.
Bei Punakaiki lassen wir uns dann doch zum Touristen-Stopp hinreissen und grännen etwas auf’s Meer hinaus. Wir finden eine wunderschöne kleine Bucht, fahren dann aber weiter zu den sog. Pancake Rocks: Über tausende von Jahren haben Erosionen und Erdbeben die Steine so geformt, als wären einzelne Pancakes aufeinander gestapelt. Aussehen tut das noch lustig – wir machen gefühlte tausend Fotos und fahren weiter.

Der Camping unserer Wahl soll am Meer liegen, gemäss Beschreibung ist’s zwar nichts grossartiges, aber für eine Nacht völlig in Ordnung.
Wir fahren hin, steigen aus und suchen die Reception. Die Oma scheint heute schlecht gelaunt zu sein: Sie findet nichts lustig, macht einen genervten Eindruck und erhellt sich erst etwas, als wir Bargeld hervorzaubern… Dafür ist das Internet gratis, meint sie gelangweilt neben ihrem Rollator sitzend.
Unser Plätzli ist dafür tatsächlich direkt am Meer, die Wellen rauschen, der Abendhimmel stellt sich ein, der Strand ist fast menschenleer. Wunderschön!

Wir essen draussen und werden gleichzeitig mit einsetzenden Regentropfen und steigender Sandfliegenerscheinungen fertig. Ab ins Innere zum Abwaschen, Dessert und Sicherheit vor Stichen und Niesel! Morgen geht’s weiter nach Cragieburn, wo offenbar gutes Velofahren sein soll.