Vom Mars nach Christchurch
Die Sandfliegen haben wie überlebt – zum Glück ist Mathilda sehr gemütlich: Tortellini und Rotwein zum Znacht, alles drinnen mit einer offenen, durch Fliegengitter geschützter Dachluke geniessen wir den Abend.
Mein Schlaf wird durch den wirklich fiesen Weckerton von Aeschis Telefon jäh unterbrochen: 6.30 Uhr – wir wollen früh los… Etwas langsam und noch schlaftrunken fahren wir los nach Castle Hill, wo wir das Auto stehen lassen werden. Umziehen, paratmachen und los geht’s auf den “Hog’s Back” Trail resp. zu dessen Zubringer. Der führt über eine 100-er Strecke und anschliessend über Forstweg, der sich als saumässig mühsam herausstellt. Die hunderttausend kleinen Bodenwellen, die durch das Befahren der Unterhalts-Pickups entstanden sind, wollen auf den 5 km nicht enden.

Dann endlich: Der Trail-Einstieg! Etwas skeptisch fahren wir den Weg hoch – hier sind es dafür schmale Rinnen, in denen es zu Fahren gilt. Ich bleib ständig mit den Pedalen hängen und fluche. Ausschlafen wäre eine gute Alternative gewesen… Die Sonne scheint schon um 9 Uhr (ja, wir sind nicht ganz um 6.30 Uhr losgefahren) recht heftig.
Der höchste Punkt des Trails liegt hier auf 1050 Metern, was einen grosszügigen Ausblick über den nahegelegenen See und die iumliegenden Berge gibt. Lustig ist, dass einige der grossen Hügel oder kleinen Berge aussehen, als wären sie mit Zement begossen worden: Wie graue Pyramiden stehen sie da und geben mit dem blauen Himmel im Hintergrund einen hübschen kontrast.
Weiter geht’s dann endlich ein wenig in den Wald. Auch der ist eigenartig spannend: Viele Bäume sind mit einem hellgrün-grauen Moos überwachsen – und der Boden sieht aus, als hätte jemand eine Ladung Cornflakes verschüttet!
Nach einem doch etwasn anstrengenden Aufstieg finden wir die Aussicht nicht wahnsinnig spannend – bei der Abfahrt werden wir aber nach der ersten Kurve von einer “marsähnlichen” Landschaft überrascht. Die Steine mit den Farben in mitten dem sonst eher grünen Gebiet sehen wirklich verloren aus:

Der Rest der Abfahrt ist mässig – nichts, das man verpasst hätte, aber dennoch den Abstecher wert.

Wir kehren zurück zum Auto und Zmörgelen erst mal, danach geht’s wieder auf die Strasse, um nach Christchurch zu gelangen. Hier wollen wir morgen etwas im Park fahren (es hat Gondeln!!!) oder jedenfalls dem, was noch übrig geblieben ist. Leider wurde das Gebiet vor einem Jahr von einem üblen Buschfeuer heimgesucht und hat offenbar viel zerstört. Morgen wissen wir dann mehr.
Unser heutiger Camping liegt am Meer, weshalb wir vorhin noch etwas Strand und Wellen in den späteren Nachmittag gepackt haben. Kann man machen, so für einen Mittwoch.