Wiederaufbau
Gestern Abend stellten wir noch fest, dass Elo & Jönu, die ab Christchurch abfliegen, am Abend auch in der Gegend sind. Aeschi organisiert einen Campplatz für die beiden direkt neben unserem, später essen wir gemeinsam Znacht, ehe die Mücken über uns herfallen.
Heute ist’s uns zu warm fürs Bike. Wir schlafen aus, beginnen den Tag gemütlich, fahren meinetwegen mit den Velos ins nahe gelegene Quicksilver Outlet (Bikinis suchen…) und nehmen später ein Taxi in die Stadt.
Als wir vor 3 Jahren in Christchurch waren, lag das grosse Erdbeben zwar auch schon 4 Jahre zurück (passierte im Februar 2011), allerdings war damals noch nicht viel vom Wiederaufbau zu erkennen. Man war noch beschäftigt mit Abbruch, Rückbau und vielen Diskussionen, wo denn nun die Prioritäten liegen: Bei der historischen Kirche, die es zu erhalten galt oder doch eher bei den Einwohnern, die ein Dach über dem Kopf brauchen?
Wir waren also gespannt zu sehen, was sich in den letzten 3 Jahren getan hat. Ich bin überrascht, wie schell es dann offenbar doch vorwärts ging: Die Stadt hat ein neues Gesicht, viele neue, darunter auch grosse, internationale Läden füllen die neuen Schaufenster, Bars und Restaurants sind entstanden, Strassen werden gebaut (unter anderem eine neue Autobahn, die um die Stadt herum führt), kurzum: Es geht endlich auch sichtbar etwas in der grössten Stadt der Südinsel!

Wir schlendern, erinnern uns, verlaufen uns und finden die herzige Strasse, in der wir vor 3 Jahren schon waren. Aus nostalgischen Gründen lassen wir uns auf einen Apéro nieder.
Elo & Jönu fliegen morgen, d.h. wir treffen uns auf ein letztes gemeinsames NZ-Dinner in der Stadt. Dafür entscheiden wir uns für das Casa Publica, eine südamerikanisch angehauchte Beiz mit einer grosszügigen Rum-Karte und überraschend gutem Essen.
Der Abend ist lustig und endet mit zu viel Glacé. Ab ins Bett – morgen geht’s endlich in den Bikepark!