Sticky Forest

Die Nacht war angenehmer als erwartet. Allerdings sind die Prognosen auch für heute auf der heissen Seite, was uns dazu bewegt, früh Richtung Sticky Forest aufzubrechen. Warum der Bikepark so heisst, ist mir nicht klar – wahrscheinlich, weil man nach der ersten Abfahrt schon klebt?

Das Gute am Sticky ist, dass er relativ flach ist. Will heissen, dass es nicht so brutal viele Höhenmeter zu bewältigen gilt – allerdings fallen somit auch die Abfahrten kurz aus. Naja – man kann nicht alles haben. 

Die Trails sind dafür unterhaltsam und lustig, der Wald gut gemacht. Da Sonntag ist, sind wir nicht allein, aber alle scheinen genau gleich viel Ahnung von der Trailführung zu haben, wie wir…

Sticky Forest

Wir fahren ein paar blaue und ein paar schwarze Routen, einige haben übel grosse Sprünge drin, prinzipiell ist aber alles sehr trocken. Spassig und kurzweilig ist’s – aber dennoch ist’s wie beim Schlitteln: Wenn du runter fahren willst, musst du auch hoch…
Nach rund 2 h haben wir’s für heute gesehen und tuckern ans Seeufer zum Zmorgen. Auch hier ist klar erkennbar, dass Sonntag ist: Der Platz ist voller Camper, Kinder, Hunden, Touristen und Einheimischen – wir ergattern knapp noch ein Schattenplätzli. Das hausgemachte Müsli am Seeufer ist dann aber doch ziemlich unschlagbar und wir verweilen mit ein paar Abstecher ins kühle Nass am Lake Wanaka.

Lake Wanaka vom ‚Cranking Fine‘ Trail (uphill …)

Gleichzeitig erwarten wir eigentlich unseren Kumpel Dan, der unterwegs nach Wanaka ist. Er wollte sich doch melden, wenn er hier ist? Naja – wir scheppern auf den neuen Camping und machen grosse Znachtpläne mit Leckereien aus dem Frigo. 

Da meldet sich Dan: Er hatte offenbar Probleme mit dem Getriebe an seinem Van und bleibt rund 85 km vor Wanaka stecken… Zum Glück hat er einen Transport nach Wanaka gekreigt und ein Bed & Breakfast gefunden. Wir ändern unsere Essenspläne und treffen uns mit Dan im Kaff zwecks moralischem Support und Nahrungsaufnahme.