Another one bites the dust

Genug jetzt mit dem Hochpedalen – besonders bei diesen Temperaturen!

Wir tun, was jeder vernünftige Biker tut, wenn’s eine Gondel in der Nähe hat: Wir nutzen die Gunst des Tages und fahren nach Cardrona, wo’s einen weiteren Park gibt. 

Gesagt, getan und mit Mathilda den Eine-Million-Dollar-Camping verlassen. Die Strasse führt entlang dem Wanaka-See und ist eigentlich sehr hübsch; allerdings ist die vorherrschende Dürre und die damit verbundene hohe Feuergefahr offensichtlich: Braun löst sich mit Senfgelb und Gelb ab. 

Wir erreichen den Eingang zum Park, der am Fusse des offenbar grössten Skigebietes in Neuseeland liegt. Von dort führt eine 12 km lange Schotterpiste zum tatsächlichen Park – aber wie wir gelesen haben, gibt’s einen Shuttle, der vom Fuss zum Park fährt. Der wird ja wohl um 10 fahren, denken wir uns um 9:50 Uhr und ziehen uns um. 

Um kurz nach 10 stellen wir fest: Aha – der Shuttle geht nur einmal am Tag; und zwar um 9:30 Uhr… Uns bleibt nur die Schotterpiste, was sich als ausserordentlich mühsam und übermässig holprig herausstellt. Wir haben etwas über 30 Minuten für die nicht wirklich wahnsinnige Distanz und schaffen es dann doch noch. 

Aussteigen, Ticket lösen, losfahren, ab auf den Sessellift! Der Park ist wortwörtlich in Stein gemeisselt: Wirklich viel Erde gibt’s auf der Höhe oben nicht, es scheint vielmehr und meistens purer Granit zu sein, aus dem die Trails geschaufelt sind. Keine schlechte Idee – allerdings ist der Staub ausserordentlich fein und der Wind eher auf der starken Seite…

Da sind die Trails drin (und alles für den Wintersport)

Wir rollen so ziemlich die meisten Trails (ausser den ganz einfachen und für mich nicht unbedingt die schwarzen) und sind schlussendlich doch froh, eine Tages- und keine Halbtageskarte gelöst zu haben. 

Mit Staub in allen Ritzen – an den Velos und uns selber – machen wir uns am späteren Nachmittag wieder auf den Rückweg; schliesslich will die Rüttelstrasse auch noch gefahren werden. 

Staubig und ruppelig, dafür breit

Wir verabreden uns mit Dan, dessen Auto nun wieder flott sein sollte und treffen uns auf einem etwas günstigeren Camping direkt am See. Das wäre ein prima Vorteil, wenn nicht mittlerweile rund 16 Knoten Wind wären – der auch den Staub/Sand/ehemals-Gras-Strand durch die Gegend wehen würde. 

Ein paar Filets in die Pfanne hauen, eine Flasche Wein, Chips und Salat – und den Auto-Abendteuer des Dan Roberts lauschend verbringen wir den Abend.