Winter

Der Morgen ist brutal! Was sich am Vorabend schon auf dem Thermometer abgezeichnet hat, ist eingetroffen: Es ist arschkalt! Draussen sind’s rund 7°. Jaja – schon klar, in der Schweiz ist’s kälter. Aber ihr pennt auch nicht in einem nicht isolierten Auto!

Beim Anziehen unter der Bettdecke sehe ich meinen Atem… Das mit dem Biken heute seh ich noch so überhaupt nicht plastisch. Wir entscheiden uns für einen erneuten French Toast-Versuch in der Stadt, mummeln uns ein und trotten los. Unterwegs stellen wir fest, dass es über Nacht doch ordli weit herunter geschneit hat… Kein Wunder frieren wir uns den Arsch ab!

Die Beiz ist OK, das Toast auch (hatte schon besseres) und langsam wird uns etwas wärmer. Ob der Bikepark heute wohl offen ist? Vorgestern wurde er ja um 13 Uhr wegen Feuergefahr geschlossen, am Tag darauf war er wegen zu viel Regen und Wind geschlossen… Wie sieht’s wohl heute aus? Bis 10 Uhr müssen wir uns gedulden. 

Dann aber die gute Nachricht: Bike park open! Wir futtern das Zmorgen fertig und pilgern zurück auf den Camping, umziehen, Velos nehmen und los geht’s!

Es hat gefühlt tausend asiatische Touristen, die wohl einige Minuten vor uns aus dem Tour-Bus gekrochen sind – jedenfalls ist die Schlange für Tickets elend lang. Dan und Aeschi stellen sich an, ich bewache die Bikes. Zum Glück gibt’s für Biker eine Abkürzung, womit wir doch früher als erhofft in die Gondel steigen können. 

Im Park hat’s verhältnismässig wenig Leute, was mir zu Gute kommt. Ich bin froh, wenn die Schnellen und Guten mir nicht am Arsch kleben. Aeschi und Dan leiden sich und machen die ersten paar Abfahrten mit mir. Unterwegs gibt’s immer mal wieder Tipps und Tricks, die schlussendlich dann doch helfen. 

Später fahren die grossen Jungs das krasse Zeug, ich rolle weiter auf meinen gemütlichen Trails. Unser «Mittagessen» findet dann erst um 16 Uhr statt; ich fahren noch 2 Runden und beende den Park-Tag mit einem guten Gefühl und dem einen oder anderen Fortschritt. Aeschi begleitet mich zurück zu Tildi, wo wir endlich mal unser Bike-Zeug waschen… Das Zeug stand schon fast vor Dreck!

Der Park ist bis 20 Uhr offen, weshalb sich Dan mit seinem Göppel noch etwas die Zeit vertreibt, ehe wir dann zu einem späten Znacht in die Stadt trotten – hundemüde, aber glücklich.