Scherwinde

Die Nacht verlief, wie angefangen: Regnerisch, windig – stürmisch. 

Wir brechen am Morgen auf und fahren zurück Richtung Invercargill. Die andere Option «Duniden» haben wir gestern noch vom Plan gestrichen; der Ort ist zu wenig attraktiv für zwei Besuche. 

Mittlerweile ist der Wind so stark, dass es uns mit Mathilda ein paar Mal schier auf die rechte Fahrbahn weht. Aeschi steuert uns sicher über Hügel und um Kurven, beide Hände stets am Steuerrad. 

In Invercargill – nach nicht ganz 2 h Gegen- und Seitenwind – freuen wir uns über ein feines Zmorgen in einem herzigen Kaffee. Die Stadt ist bekannt für ihren Einwohner Burt Monroe, der in den 60er Jahren einen noch heute gültigen Geschwindigkeitsrekord mit seinem Indian-Motorrad aufgestellt hatte; 2005 wurde der entsprechende Film «World’s fastest Indian» gedreht.

Eine der Filmszenen spielt am Oreti-Strand – und den gucken wir uns jetzt an. 
Allerdings ist heute alles andere als Strand-Wetter: Es bläst wie blöd! Innert kurzer Zeit haben wir Sand in allen Ritzen und Öffnungen, es reisst uns schier die Kameras aus den Händen und überhaupt ist’s äusserst unangenehm. Dennoch – ein paar Fotos müssen sein. 

Reifenspuren, wohl nicht mehr von Burt
Sand, in den Augen, Mund und Jackentaschen

Mit kühlen baren Füssen sitzen wir wieder im Auto und rollen wieder gegen Norden zu – südlich geht ja nicht mehr. 
Der nächste längere Halt wird sicher Queenstown sein, wir machen aber noch einen Abstecher der Küste entlang und lassen uns für heute in Manapouri nieder. Morgen soll’s dann wirklich wieder wärmer, weniger Wind und ev. sogar Sonne geben…