Rutschig bei Nässe
Der morgen beginnt nass, wie angekündigt.
Eine Horde Möven macht einen riesen Lärm um ein Bröchtchen, wir weniger um ein Kännchen Kaffee.
Kurz Duschen, Mathilda flott machen und einen Zmorgenort suchen. Den finden wir nach einigen Anläufen (Sonntag, Stadt, Regen) in der Vogel St Kitchen.
Dort ist der Andrang gross, wir warten 30 Minuten, was aber egal ist – draussen nieselt es immerfort.
Mit vollen Bäuchen und nach einem etwas erfolglosen Abstecher in eine nicht-mit-schweizer-Verhältnissen-vergleichbare-Waschanlage zur dringend benötigten Grundreinigung der Velos suchen wir das Downhillrennen am Signal Hill. Auch hier brauchen wir den einen oder anderen Anlauf, da der Event nicht an die grosse Glocke gehängt wurde.
Wir parken und machen uns dem Track entlang hoch in den Wald. Zum Glück gut ausgerüstet mit den Wanderschuhen, kurzen Hosen und Regenjacken sowie Schirm. Das lohnt sich, wird sich später zeigen.
Ein mehr oder weniger flaches Plätzchen zum stehen finden wir kurz vor Rennbeginn. Erst kommen die ganz jungen, dann die jungen, etwas weniger jungen und schlussendlich noch die Elite. Auf die haben wir gewartet, obwohl sich die jungen gut schlagen auf dem fiesen Track: Der ist nämlich mehr als matschig, die Steine eine Mischung zwischen Seifenstücken und Öllachen, gespickt mit Wurzeln und Dreck. Keine einfache Mission heute.

Das Rennen verläuft ganz gut und ist unterhaltsam, bis Wynn Masters (Fehlinformation wie sich später herausstellt, hatte auch etwas zu kurze Haare als er da unterhalb unserer Stelle lag und den Helm ab hatte. Anmk. Aeschi) stürzt und das Ganze unterbrochen wird. Es dauert eine Weile, bis der Fahrer versorgt und aus dem Wald getragen werden kann. Zuschauer werden gebeten, dabei zu helfen, eine Schneise für den Transport aus dem Dickicht zu brechen. Machen wir natürlich gern.
Später geht das Rennen dann noch weiter resp. fertig, die letzten 4 Fahren dürfen oder müssen nochmals an den Start, da sie während dem Rennunterbruch schon unterwegs waren.

Wer genau gewonnen hat und was mit Wyn Jamie Lyall ist, wissen wir nicht – die Sozialen Medien werden’s uns morgen erzählen. (Mol mol, der Blenki dänk. Anmk. Aeschi)
Die dreckigen Sachen ausziehen, ins Auto hocken und wieder nordwärts schippern. Schliesslich sind unsere Tage hier gezählt, bald schon müssen wir uns von Mathilda und Neuseeland trennen. Bis dahin haben wir noch ein paar Sachen vor, wollen aber morgen mal wieder einen gemütlich-warmen Strandtag einlegen.
Jetzt sind wir in Omaru, wo’s offenar Pinguine geben soll. Ich glaub nicht daran, lass mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.




fertig Bilder 🙂