Pump Track Camping
Das Wetter hält die versprochene Besserung – es war und bleibt trocken!
Da sich unsere Vorräte definitv dem Ende neigen, fahren wir ins nahe gelegene Napier, um einzukaufen und ein Plätzchen für die nächste Nacht zu finden. Gleichzeitig entscheiden wir uns für ein externes Früstück.
In Napier ist die halbe Stadt abgesperrt – wir erfahren, dass sich an dem Sonntag morgen die Nationalmeisterschaft der Männer-Elite im Rennvelofahren abspielt.
Wir finden ein gemütliches Tischchen in einem Kaffee mit Blick auf das Spektakel, bestellen French Toast und Eggs Benedict und lassen es uns gut gehen.
Später trotten wir noch etwas durch das Art-Deco Städtchen, das 1931 schier komplett von einem Erdbeben ausgelöscht und dann wieder aufgebaut wurde.
Mit vollem Bauch, vollem Kühlschrank und guten Bier-Reserven fahren wir weiter gegen Süden und wollen eigentlich bei Clifton einen Nachtplatz suchen. Doch grad, als wir aus Napier rausfahren wollen, taucht linkerhand, zwischen Meer und freiwilliger 40-er-Zone ein kleiner Pumptrack mit Parkplatz auf, den wir uns anschauen. Auf dem PP ist Freedomcamping erlaubt – sprich: Man darf hier kostenlos im Camper übernachten. Allerdings nur für Fahrzeuge, die Self-Contained (mit Abwasser-Auffang und Toilette ausgestattet) sind – also wir.
Wir verbringen einen faulen Nachmittag mit Strand (hier ein schwarzer Stein-Strand), lesen und dem Planen der weiteren Route. Was nach nicht viel tönt, war tagesfüllend! Es gabu auch viel zu organisieren: Mit dem Camper-Vermieter organisieren wir eine Erneuerung einer Lizenz, die mitte Januar abläuft. Dann koordinieren wir ein Treffen mit Tom und Cherryl, Freunden von Michel & Karina, die sich ebenso auf ein Treffen freuen, wie wir. Natürlich müssen wir noch die Fähre buchen – am Sonntag morgen 9 Uhr setzen wir auf die Südinsel über. So haben wir genügend Zeit, um in Wellington noch 2, 3 Tage auf dem Bike zu sitzen und uns mit Matti aus Bern und seiner Freundin zu treffen; auch das Freunde von Freunden, die kennen wir aber bereits.
Da Wellington kein wirklich berauschender Ort ist und mir etwas sehr versifft in Erinnerung ist, such ich einen Camping, auf dem es sich 4 Nächte aushalten lässt. Leider ist da Fehlanzeige: Es gibt einen bezahlten Parkplatz, der ganz üble Rezensionen hat und einen Freedom-Camping-Platz, der noch schlechter abschneidet… Von Lärm, Trunkbolden und Diebstahl ist die Rede – wir suchen weiter. Und finden einen superschönen Platz auf der anderen Seite der Bucht – leider hat der aber erst ab dem 15. Januar offen.
Nach intensiver Suche entscheiden wir uns, via AirBnB eine Unterkunft zu eruieren… Und finden ein Zimmer bei einem Rob, das ganz ordli aussieht. Mal schauen – wir sind gespannt. Rob selber ist die ersten zwei Nächte nicht da, womit wir das Haus offenbar für uns haben. Auch gut – wir werden ja sehen.
Am Abend füllt sich der Parkplatz langsam mit Campern und gegen Sonnenuntergang legt sich auch der Wind. Eine unglaublich gemütliche Stimmung kommt auf, die Wellen vom Meer sind gut zu hören, irgendwo läuft easy listening Musik, alle sind gut gelaunt… Ich hätte nie gedacht, dass ein simpler Parkplatz so cool werden könnte!