Bei Rod

Auch der Makare Bike Park überzeugt: Durch Wald und Farn, über Stock und Stein geht’s aufwärts, immer wieder zweigen Wege ab oder dazu. Auch hier kämpfen wir etwas mit der Karte: Wo läuft nun genau was hin und geht’s da hoch oder runter? Der zunehmende Wind und der stärker werdende Niesel treibt uns schlussendlich in eine Ecke des Parks, an dem’s nur noch runter geht. Einerseits zwar gut, andererseits war’s das dann auch für den Tag. Wir kommen ja wieder, daher halb so schlimm.

Wir machen uns auf zu unserem gebuchten AirB&B: Wir wohnen bei Rod – wer auch immer das sein mag. Kennen tun wir den nicht, ein Zimmer bei ihm haben wir online gebucht. Rod is auch gar nicht da, weil geschäftlich unterwegs und kommt erst am Freitag.

Mit Navi meistern wir Wellington und fahren in Richting Mount Victoria steile Strassen hoch – finden tun wir Rod’s Haus auf anhieb. Auch der Schlüssel liegt, wo er soll; wir lassen uns selber rein.
Die Bleibe ist nicht wirklich der Knüller. Zwar ist die Aussicht schön (denken wir – es liegt Nebel vom Meer her), allerdings riecht es etwas komisch und unser Zimmer ist so gross, dass ein kleines Doppelbett Platz findet. Die Matraze hat Federn drin und ist so weich wie Zuckerwatte an der Olma… Naja – es ist, wie’s ist.

Wir nehmen uns einen Uber und fahren ins Zentrum zu Grill Meats Beer – der wahrscheinlich besten Burger-Bude auf der Südhalbkugel! Das Essen schmeckt sehr – wir haben uns schon lange darauf gefreut. Nach dem Hauptgang ordern wir nochmals eine Vorspeise, etwas mehr Bier und für mich gibt’s noch ein T-Shirt. Merci Mami & Papi!!

Uber bringt uns zurück zu Rod – und mittlerweile lässt sich auch der komische Geruch identifizieren: Es ist der absärbelnde Tannenbaum, die ziemlich sicher nicht hiesig ist oder nicht sein sollte… der halbe Baum ist braun, immer noch geschmückt und ein paar Geschenke liegen noch verpackt darunter. Ich komm nicht ganz draus, lass es dann aber auch.

Wir verkrümeln uns ins Zimmer, sinken bis zum Kinn ins Bett und versuchen, zu schlafen.