Lift!

Endlich! Das erste mal, seit wir in Neuseeland sind, fahren wir in einen Bikepark, der einen Lift hat. Zwar keine Gondel, aber ein Sessellift – und der tut’s für mich allemal!

Der Christchurch Bikepark ist teil des sogenannten Adventure Parks, wo sich allerlei Sachen machen lassen, die uns nicht erheblich interessieren. Das ganze ist ein gutes Vorhaben – leider loderte im Park, der in einen Wald gebettet ist, vor rund einem Jahr ein fieser Brand, in welchem viel der Bike-Infrastruktur zerstört wurde. Uns bietet sich ein trauriges Bild von angesengten Baumstämmen über Bagger im Hang hin zu verfahrenen, ehemaligen Trails. 

Ehe wir aber überhaupt auf den Lift dürfen, müssen wir logischerweise einen Tagespass lösen (alles andere wäre sinnlos gewesen) und dafür etliche Formulare unterschreiben. Gemacht, gelöst, gezahlt – los geht’s!

Da der Park wie erwähnt ein Schatten seiner selbst ist, sind auch nur eine beschränkte Anzahl Trails offen. Wir prüfen die Optionen, entscheiden uns für eine einfache, grüne Linie zum warm werden und bereuen das umgehend. Viel zu langweilig – die nächste Abfahrt muss blau sein. 

Die offenen blauen sind etwas lustiger, schön breit und flowig. Die fahren wir mal hier, mal dort und entscheiden uns anschliessend für die dem Hügel gegenüberliegende Seite, wo’s auch noch Trails gibt. 
Um dorthin zu gelangen gilt es allerdings, eine mühsame, lange unspektakuläre Traverse zu machen… Wir sehen, dass die Locals die Abkürzung über die Teerstrasse nehmen und machen uns eine mentale Notiz davon. 

Der nächste Trail («Kama Sutra» heisst der Trail, Doppelschwarz; Anm. vom Aeschi) hat’s in sich: Es geht über Wurzeln, ist wie auch schon die anderen Abfahrten furztrocken und damit entsprechend rutschig, dazu kommt noch steil… Ich bremse viel, fluche ab und zu und steige an der Schlüsselstelle schlussendlich aus und um auf die blaue Abfahrt. Aeschi meistert den Rachen des Dämonen heldenhaft, ich für meinen Teil hab bloss Schiss um ihn… Zum Glück unbegründet.

Wir fahren noch ein, zwei mal, ehe wir dann genug haben. Bikes aufladen, umziehen, zurück auf den Camping und dort den Klassiker aus der Schweizer Küche zubereiten – Hörnli & Ghackets. Verdient haben wir’s uns, find ich.

vor lauter abenfahren keine Föttelis gemacht … also hier die Tageskarte 🙂