Rainbow Mountain, Kerosene Creek und meine Meinung dazu
Also, da gibt’s ein Fliessgewässer am Fusse eines kleinen Berges und dazwischen 3 Bike-Trails.
Das sei der Hammer, sagte wer. Der Aufstieg sei etwas happig, die Abfahrt aber super und dann könne man in dem Fliessgwässer baden, sagte der.
Soso.
Der Berg heisst «Rainbow Mountain» und das tut er, weil da an einigen Stellen riechender Dampf aus der tiefe steigt und die mitgeführten Mineralien den Stein verfärben. Regenbogenfarben halt, mit Fantasie.
Das Fliessgewässer heisst «Kerosene Creek» und ist warm bis heiss und riecht. Nicht gerade nach Kerosin, aber teilweise fast entflammbar. Im Fluss ist’s bräunlich, in den grösseren Teichen die sich da gebildet haben ist’s beinahe leuchtend grün und dampft schon mal.

Die drei Trails, einer hoch, einer runter und einer dazwischen als Verbindung – Parkplatz, Aufstieg und wieder zurück – damit man auch wieder zum Auto kommt: «Te Tihi O Ruru», «Te Ranga» und «Te Ara Ahi». Letzterer ist eigentlich ein längerer Abschnitt von irgend so einem Veloweg, der zum Kerosene Creek führt, aber wir wollen ja nicht noch mehr ablenken.
Also erst ein Stückli auf Te Ara Ahi und schon diverse Fussgänger und entgegenkommende Mountainbiker. Stellenweise schon recht steil, geht aber.
Dann kommt Te Tihi O Ruru, und wie der Name schon sagt, gehts richtig aufwärts und ist eigentlich ein Wanderpfad, den jemand zum mit dem Velo in Richtung aufwärts «fahren» (und nur aufwärts !) freigegeben hat. Ab und an kommen uns Fussgänger entgegen.


Na, sind ja bloss ein paar Kilometer und rund 350 Höhenmeter. Fluchen tun weder T noch ich, ist zu anstrengend und die Schiebepassagen zu eng. Das ist schon zu Fuss ein &%@*#!!
Oben ist dann Aussicht. Auf die umgebenden Hügel halt. Und mein Velo. Das rettet die Aussicht, eigentlich.

Te Ranga rangelt sich dann erst über ein paar fahrbare Absätze durchs Gestrüpp, wird dann etwas flowiger im Farnwald und endet in Sand und Brombeersträuchern beim Kerosene Creek. 2.5km fast pures runterfahren, wie fast überall hier sonst auch. Nur dass man vorher ne Stunde lang den Göppel hochgeschoben hat.

Jetzt noch ein paar Kilometer Te Tihi O Ruru in die andere Richtung und wir wären wieder beim Auto. Wären, wäre da der Te Tihi O Ruru nicht sowas von zugewachsen mit Brombeersträuchern und anderem, kratzigem Gestrüpp, dass wir die trockene Kiesstrasse parallel dazu vorgezogen haben und uns von vorbeirauschenden Autos zustauben (man war ja nur etwas nass geschwitzt, so dass das auch nicht wirklich kleben blieb) liessen.
Im Kerosene Creek wollen wir auch nicht mehr baden, obwohl uns dass als belohnender Abschluss so angepriesen worden war.
Irgendwo stand, man solle den Kopf nicht ins Wasser tunken, habe Meningitis Bakterien drin, die über Nase und Gehöhrgang ins Denkzentrum eindringen. Muss nicht sein …

Ganz oben rechts der Gipfel von vorhin, das Nomad ist aber nicht mehr dort 🙂