Doppelgänger

Heute Morgen durch den aufs Blechdach herabprasselnden Regen definitiv aus dem Bett gescheucht worden. Jetzt reichts mit Nass von oben.

Noch unter der Bettdecke Regenradar und Wetterbericht konsultiert … in ein paar Minuten kommt ne Pause, dann gehts so aber weiter und endet erst am Wochenende. Also die Gunst der Stunde nutzen, nochmals duschen, den Landstrom abhängen, Abwasser leeren und Frischwasser tanken. Dann ab zum Pack’n Save, den Kühlschrankinhalt aufstocken und in den Osten ans Meer, da solls zumindest am Freitag mal wieder etwas Sonne geben.

Gesagt, getan. Es schüttet teilweise wie aus Kübeln, die doch eher abgefahrenen Reifen der Mathilda (29’000km) halten aber gut auf dem hier doch sehr rauhen Asphalt und Mann/Frau muss ja nicht gleich mit 100 Sachen in jede Kurve, sonst fliegt hinten wieder Zeug durch die Gegend …

Unterwegs noch ein kurzes Telefonat mit Francis, er meint unser Auto in Rotorua gesehen zu haben … kann aber gar nicht sein, denn wir sind schon gut 100km weit weg. Später schickt er uns ein Foto; wir haben einen Doppelgänger !

Wir, die Echten ?

 

Die Doppelgänger ?

 

An der Küste landen wir in Gisborne. Nichts besonderes und der Gratisparkplatz der für Wohnmobile freigegeben ist liegt neben der Verladezone für Frachtschiffe. Der Top 10 Campingplatz gegenüber auch nicht viel schöner. Da es ja eh bis morgen weiterregnen wird, können wir auch gleich noch ne Stunde weiterfahren.

Jetzt sitzen wir halb im Wald, in Morere Hot Springs, haben leckeren Capucino und nen Muffin/Himberstrudel zum Zvieri verdrückt und bleiben grad hier. Weils so nett ist und eh regnet und und wir auch morgen nach dem Frühstück weiter ans Meer, an die Hawke’s Bay fahren können.

Read More

Regentag

Entgegen aller Erwartungen und Prognosen regnet es heute morgen NICHT! Was mich etwas aus dem Konzept wirft, aber natürlich dennoch freut.

Gestern Abend hat sich noch der Walliser Francis Kreuzer gemeldet, der seit anfangs Jahr in Auckland ist und nächste Woche eine Sprachschule startet. Wirklich kennen tun wir ihn nicht (mol mol, sagt Aeschi)– aber er hat im Herbst schon mal 2 Nächte in unserem Gästezimmer verbracht. Und ist ein Biker – so gesehen alles kein Problem.

Wir verabreden, im Zentrum zu Frühstücken und laufen los, während es bereits etwas nieselt.

Im Fat Dog Café gibt’s für mich French Toast (mittelmässig) und für Aeschi Eggs Benedict (nicht mehr so warm und ohne das gewisse Etwas). Dafür ist der Kafi super.

Francis kreuzt auf (sorry – der wird nie langweilig…), gesellt sich auf einen Kaffee dazu und wir plaudern ein wenig, während es richtig zu Schiffen beginnt.

Vom Kafi aus trotten wir zu einem der rund 150 Bike Shops im Kaff, um festzustellen, dass die einzige Kleidermarke aus Rotorua (NZO) in ihrem Laden keine Kleider verkauf – die soll man doch lieber übers Internet bestellen… Echt jetzt?

Weiter geht’s in den nächsten und übernächsten Shop, bis wir’s dann gesehen haben. Da mittlerweile nach Mittag und irgendwo auf der Welt bereits 5 ist, entschliessen wir uns für ein Bier. An der Eat Streat hat’s Beizen und kostenloses Internet sowie Schärmen – und ist damit prädestiniert.

Nach der 3. Runde ziehen wir die Notbremse und machen uns auf den Rückweg zu unserem Camping. Dort hat’s nämlich 3 Heisswasser-Pools, die aus dem heissen Grundwasser gespiesen werden (2 x täglich geleert & gereinigt). Francis und ich gönnen uns etwas Wellness, Aeschi sucht den NZO Online Shop.

Noch eine Runde 60° Wäsche übertun und hoffen, dass der Tumbler dann frei ist – in etwas weniger als einer Stunde latschen wir zurück ins Zentrum, um was Znacht zu finden.

Morgen werden wir dann wieder aufbrechen und Richtung Sonne fahren. Wo das genau ist, wissen wir noch nicht – aber das mit dem Regen haben wir nun definitiv gesehen.

Read More

Whakarewarewa, grad nocheinmal

Abendessen war gut, wenn auch nicht gerade das hochstehenste Lokal. Der Heimweg blieb auch ohne Nass und wir konnten die mitgetragenen Regenjacken gleich wieder in Mathilda verstauen… Alles muss seinen Platz haben, sonst kriegt hier wer Platzangst.
Apropos Platzangst: Ts Papilliorama mit der Wäscheleine quer durchs Wohngebiet wirkt sich auf meine Bewegungsfähigkeit in Mathildas Innerm aus, respektive verunmöglicht quasi jeglich Bewegung meinerseit, ausser ich robbe von der Sitz-/Liegeseite unten durch zur Koch-/Badseite. Ich nehme also in Gedanken ca. 15 Valium und übe mich in Meditation. Im eingebildeten Rausch basteln wir dann das Bett und schauen durch die fast dampfenden Fahrradinnenhosen und frisch gewaschenen Socken das Ende von Dirty Dancing im Satelitenfernsehen.
Später träume ich vom Regenwald und bin irgendwie hässig.

Laut Wettervorhersage solls heute schwach regnen, Morgen und Übermorgen dann richtig. Bisher ist’s draussen aber trocken… also besser gleich heute nochmal auf den gestern noch grob gewaschenen und gepflegten Göppel. Mathilda lüften und entfeuchten ist auch angesagt, mitnehmen irgendwie aber doof und die Gegend eher flach, also pedalieren wir gleich von hier aus los und die 7 Kilometer zum Bikepark sind schnell überwunden, der die Muskeln vorgewärmt – oder wie heisst dass, wenn der Hintern schon schmerzt ?
Jedenfalls gleich wieder auf die Trails gestürzt. Zum weiteren Aufwärmen ist der “Creek” Trail optimal, relativ flach, in engen Schlangenlinien durch den Farn- und Redwoodwald. Highspeed wer pedalierend aus den Kurven schiessen kann. Ich schiesse etwas gemächlicher und komme gemäss Strava (mit ein paar Verschnaufpausen, wo ist T jetzt wieder ? Ah, macht Fotos vom MuddyBuddy) mit der 4500-schnellsten Zeit durch …

Irgendwie gurken wir weiter durch den Whakarewarewa-Wald, mal auf, mal ab, mal links, dann rechts. Alle paar Verzweigugen nach der von gestern schon stark feucht-zerfledderten Papierkarte des Parks greifend, am Wartenplatz für den Shuttlebus an. Leider sind wir nicht die Einzigen heute, haben’s doch deutlich mehr Leute aus den Federn geschafft als noch am 1.1.
Wir lassen das hochbringen im alten Schulbus mit riesen Veloanhänger und wollens nochmal wissen: Wie vor 3 Jahren verirren wir uns fast auf dem “Old Chevy” Trail, der nicht aufhören will.

Irgendwann ist bei den Meisten die Energie erschöpft und wir nehmen noch ein paar lustige Trails bis zum Parkausgang, fahren weiter bis nach Rotorua und kommen 20 Sekunden vor dem einsetzenden Regen bei Mathilda an.

Read More

Mathilda

Auf Leserwunsch hin widtmen wir diesen Beitrag Mathilda – unserem Fahrzeug resp. Zuhause für 10 Wochen.

Mathilda ist ein 6 Meter langer Mercedes Sprinter und säuft Diesel. Letzteres ist insofern super, als dass Diesel hier in NZ sehr günstig ist; zu verdanken haben wir das der Schiffahrt, die natürlich grosse Dieselmengen benötigt. Während bei anderen Camper-Vermietern wie auch bei privaten Fahrzeugen ein Diesel-Kilometerzuschlag fällig ist, übernimmt unser Anbieter das. Für uns somit doppelt gut. Auch die Reichweite von 750 km pro Tankfüllung ist recht passabel. (Aeschi meint er hätte auch bloss 130PS, reicht hier aber auch)

Die gute Mathilda hat alles, was wir brauchen: Rechtsgesteuert, einen grosszügigen Fahrerraum mit um 180° drehbarem Beifahrersitz.
Etwas Stauraum auf Kopfhöhe (eigentlich ganz OK, aber wir haben halt auch viel Plunder dabei), eine kleine Küche mit Abwaschbecken, Kühlschrank (der gerne auch mal so kalt wird, dass Erdbeeren einfrieren), 2 Gasbrenner für’s Kochen, eine Dusche/WC-Kombi und sogar eine Mikrowelle und einen TV mit Satellitenschüssel auf dem Dach.
Aus dem Sofa machen wir nachts ein Bett, das rund 2 m lang und über die ganze Fahrzeugbreite reicht. Grosszügig und bequem! Zwar ist das allabentliche Bett-Machen etwas mühsam, dennoch schaffen wir’s in unter 3 Minuten – der Aufwand hält sich also in Grenzen.

Hier noch zwei kurze Filme von Mathilda (innen & aussen):

Mathilda innen Mathilda aussen

Read More

Sulfur City

Rotorua begrüsst uns schon von weitem mit seinem charakteristischen Schwefel-Gestank: Die Stadt liegt an/um/auf geothermisch aktivem Land, weshalb es an jeder Ecke dampft und etwas müffelt. An den Schwefel-Geruch gewöhnt man sich nach einer Weile – kurios ist es dennoch irgendwie.

Am 31.12. steppt hier offenbar der Bär: Einen der letzten Campingplätze konnten wir noch ergattern – er ist OK, aber nichts zum länger verweilen. Wir werden zwischen zwei kleine Häuschen platziert und logieren direkt neben dem Pool. Den gefühlt tausend Kinder, die im Wasser toben und plantschen, ist das eigentlich egal.

Wir machen uns schlau, wie weit es bis ins Zentrum ist – 8 km sind zu Fuss doch etwas sportlich. Also öffnet Aeschi Pandoras Box und beginnt, eine NZ-Taxi-App zu installieren. Die einen NZ Apple Account bedingt… Kurzum: rund 20 Minuten später können wir locker flockig ein Taxi buchen, das uns später beim Camping abholen soll.

Bis dahin haben wir noch Zeit und finden, es wäre eine gute Idee, sich eine Pizza zu bestellen – einfach zur Sicherheit, falls es dann später vor lauter Trubel nichts mehr gibt. Gesagt, getan. Mir scheint, die meisten Ankömmlinge auf dem Camping beneiden uns etwas… residieren wir ja auch gerade am Eingang zur Anlage.
Mit vollem Bauch noch etwas hinliegen, dann parat machen für den Ausgang.

Das Taxi mit seinem Fahrer Mahi 2 (nein, er hat keinen Zwillingsbruder, der Mahi 1 heisst – Aeschi hat das verifiziert) kommt pünklich und bringt uns ins Stadtzentrum.
Dort schlendern wir durch die Eat-Street (Restaurant an Restaurant) und genehmigen uns mal ein (paar) Bier.
Um 21:15 gibt’s das erste Feuerwerk – passend, finden wir. Denn jetzt rennen alle Richtung See, womit es mehr Platz in anderen Bars gibt – wir finden ein lauschiges Plätzchen in Nähe des Zapfhanens.

Um Mitternacht dann das 2. Feuerwerk, alle so “Happy New Year” und so – und wir langsam Richtung Taxistand und heimwärts. In weiser Voraussicht ist das Bett bereits ein Bett…

Die Idee für den 1.1. war ursprünglich, in den Skyline MTB-Park zu gehen, wo’s Gondeln gibt. Lift statt Pedalen hätt ich super gefunden – nur hat der Park leider bis und mit 7.1. geschlossen – wegen den Touristen, die dort die trümmligen Rodelbahnen nutzen und sich mit dem entsprechenden Kombi-Ticket dazu am Buffet bedienen können (kein Witz).

De haut nid – wir wählen Plan B und fahren zum Whakarewarewa Redwood Bike Park.
Eine riesengrosse Anlage mitten in/durch die Redwood-Wälder – alles kostenlos zum Nutzen. Es gibt einen kostenlosen grossen Parkplatz, eine Bike-Werkstatt und sogar einen kleinen Food-Stand mit Leckereien vom Bäcker und frischen Smoothies.

Wir düsen los – es geht wie erwartet auf und ab und auf und ab, druch Farn, neben Bächen vorbei, über Wurzeln – alles wunderschön zum Fahren und schauen. Die Anzahl der einzelnen Trails ist immens, sie kreuzen sich, wir verfahren uns und enden dann doch am gewünschten Platz: Mitten im Wald auf einer grossen Lichtung gibt’s einen Shuttlebus, der Velo und Fahrer hoch transportiert. Das hingegen kostet etwas, ist’s aber Wert.
Leider hat sich der leichte Niesel in einen leichten Regen verwandelt – langsam wird’s kalt und alles ist nass.

Wir shuttlen zweimal und ich für meinen Teil bin dann auch schon ziemlich am Ende meiner Kräfte, besonders in Hinblick auf den Rückweg. Diesen suchen wir uns wiederum durch den Wald und gelangen nach viel Schweiss und Pedalen zurück an den Ausgangspunkt. Smoothie und Himbeer-Caramel-Weisse-Schoggi-Schnitte hab ich mir verdient!

Ein neuer Camping, der etwas näher am Zentrum steht, ist unser Ziel – wir tuckern los und finden unser Plätzchen, wo wir die kommenden 3 Nächte bleiben werden.
Die Kombination Biken + Regen + Camper ist nicht eine allzu praktische: Unsere Klamotten, Schoner, Helme etc. sind erst schlammig, dann nur noch nass – und draussen schifft’s. Was tun?
Wir bastlen uns eine kleine Wäscheleine im Camper und hängen auf, was Platz hat. Da es immer noch regnet, können wir keine Türen/Fenster offen lassen – innert Kürze fühlt sich Mathilda an wie das Papillorama: Feucht und irgenwie unangenehm… Aufgrund fehlender Optionen lassen wir’s aber so bleiben und machen uns zu Fuss auf in die Stadt, um dort zu essen.

 

Read More

Bizzeli Velölen

Mit zwei selbstgepflückten Avocados im Gepäck geht’s weiter in Richtung Rotorua – einem Mountainbike Hotspot in Neuseeland.

Ehe wir aber Richtung Landesinnere und See fahren, wollen wir den nahegelegenen Sommerhill Recreation Park ausprobieren: Ein kleiner Bikepark, der in vielen Foren gut abschneidet. Da gleich um die Ecke, wollen wir uns selber einen Eindruck verschaffen.

Nach weniger als 30 min Fahrt erreichen wir den Parkplatz und werden von einem alten Mann mit Hund begrüsst. Er ist der Landbesitzer, auf dem der Park steht – weil er das ganze eine gute Sache findet, stellt er gerne sein Land zur Verfügung, während der Park selber von Freiwiligen erstellt und unterhalten wird. Dem Hund ist’s schnurz. Wir danken und entladen die Bikes.

Wir studieren die Karte und geben einem Lokalen den Vortritt. Er gibt uns dafür ein paar Tipps, wo was wie ist – wir nehmen die gerne an und pedalen los.
Die Trails sind teilweise eng, der Wald aber wunderschön, die Anlage in gutem Zustand und die einzelnen Strecken lustig gebaut. Es geht auf und ab und auf und ab und auf… Das ganze ist etwas anstrengend, vor allem, weil mittlerweile bereits Mittag und die Temperatur rund 27° ist.

Im Herzen des Parks hat’s einen kleinen Dirtpark und andere Übungsstrukturen. Alles mit viel Aufwand gebaut und unterhalten – sehr beeindruckend.

Wir beenden die erste wirkliche Bike-Session und machen uns auf in Richtung Rotorua.

Read More

2. Wahl

Läck, ganz NZ ist on the move. Feiertage, Wochenende und schönes Wetter gleichzeitig heisst Kiwis campieren was das Zeug hält. Oder besser was die Camping-Infrastruktur aus-hält.

Eher ungünstig für weniger ortskundige, spontan Platz suchende Touristen. Freie Gratis Plätze für ‚Freedom Camper‘ irgendwo am Meer kannste sowieso schon Mal vergessen, aber auch weniger gut gelegene oder Stellplätze auf den besseren Campingplätzen sind rar. Also die einschlägigen Apps wie CamperMate und Rankers durchforsten und rumtelefonieren, halt nach bezahltem Stellplatz zweiter Wahl greifen.

Schlussendlich hat’s uns auf nen blitzblank sauberen Mini-Camping in die Aglo von Tauranga, neben ein paar schattenspendende Bäume verschlagen. Beim zweiten Bier und genauerem hinsehen hängen in dem einen ettliche, so grüne Keulen … Avocado gefällig ?

Read More

Sehenswürdigkeit gesehen – fast

Coromandel Town ist zwar OK, zum länger Bleiben kann es uns aber nicht überzeugen (unter anderem auch wegen den NZ-untypisch nicht sehr freundlichen Leuten im Kaff).

Den hübschen Camping verlassen und Richtung Whitianga losgefahren. Der Tip von Tomäc bez. dem weltweit schönsten Strand kam grad rechtzeitig, so dass wir den Abstecher nach Opito Bay einplanen konnten.

Opito Bay liegt am Arsch der Welt, die Strasse dorthin ist eher abenteuerlich – besonders mit der 6+ Meter Mathilda… Teerstrasse und loser åUntergrund wechseln sich ab, aber wirklich herausfordernd (für mich als Beifahrerin) macht es aber die steilen Auf und Abs in Verbindung mit engen Kurven… Zum Glück liess sich Aeschi nicht stressen und brachte uns in den sicheren Hafen: Opito Bay ist tatsächlich umwerfend schön! Elend langer, fast leerer Sandstrand, eine grosszügige Bucht, die von klein Insel umgeben und von einer grossen vor dran bewacht wird. Klares Wasser, schöne Farben grün-gelbliche Hügel, verschlafene Stimmung… Ich könnt mich dran gewöhnen und beneide den Schweizer ein wenig, der bei seinem Haus neben der grossen Neuseeland-Fahne die kleine weisses-Kreuz-auf-rotem-Grund-Fahne hängen hat.

Wir verweilen, baden (kalt!), sünnelen und geniessen ein Bier, ehe wir uns wieder auf den Weg machen. Leider ist das wilde Campen in Opito verboten – die wissen wohl schon warum.

Auf geht’s nach Whitianga, wie ursprünglich geplant. Der Ort ist ein Hotspot und mit den Sommer- und Weihnachtsferien der Kiwis führt das zu Engpässen auf jeglichen Campings und Übernachtungsmöglichkeiten. Wir kurven etwas rum und gelangen an den letzten verfügbaren Platz, an dem uns eine etwas zwielichtige Gestalt freundlich begrüsst.
Den Platz gibt er uns gern, wir installieren und prüfen, was es zu machen gibt.

Gemäss Reiseführer ist die bekannte Cathedral Cove ganz in der Nähe: Mit der Fähre kurz auf die andere Seite übersetzen und dann schlappe 18 km „mehrheitlich flach“ mit dem Velo.

Also – auf geht’s! Die Velos vom Träger nehmen, Schuhe montieren und den Helm auflegen (sonst drohen $55.- Busse) und Richtung Fähre pedalen. Unterwegs stellen wir fest, dass ein idealer Kite-Wind bläst und auch die Bucht super wäre. Allerdings ist der Strand mit Badegästen gefüllt und recht kurz, so dass wir beim Velo bleiben.

Die Fähre setzt in 5 Minuten über und die Strecke begrüsst mich mit einem ersten steilen Anstieg. Naja – soll ja nachher flach werden.
Es geht auf und ab, der Strasse entlang, auf und ab und auf und ab. Die 18 km waren wohl in Höhenmetern gemessen überleg ich mir… Dann endlich ein Abzweiger – ah, es geht nur noch 6 km.
Aeschi fragt regelmässig nach, ob’s denn noch geht – sein zweifelnder Blick macht mir keinen Mut.

Schlussendlich erreichen wir das Kaff vor der Sehenswürdigkeit – ein Touristenmagnet mit Shuttle Bus und Souveniershops. Von dort aus würd’s nochmals 1 km auf der Strasse und dann eine unbestimmte Distanz zu Fuss auf Sand gehen. Das reicht mir dann und wir kehren um – die Cathedral Cove hab ich sowieso schon mal auf einem Foto gesehen.

Zurück ist die Strecke dann nicht mehr ganz so arg und wir erreichen die Fähre locker flockig. Übersetzen und dem Aeschi mal ein Bier spendieren – weil er sich so viel Sorgen um mich gemacht hat.

Im Irischen Pub reden wir mit einer Holländerin und ihrem englischen Mann, der Barbesitzer setzt sich auch dazu. Wir trinken ein paar und radeln zurück auf den Camping, wo es verdiente Hörnli mit Gehacktem gibt. Hier setzt sich der wie erwähnt zwielichtige Camping-Manager zu uns und gibt einen Schwank aus seinem Leben preis.

Wirklich trümmlig wird’s dann erst in der Nacht, als sich einige laut anschreien, jemand heult, jemand anderes ein merkwürdiges Kommando gibt (Johnny 101?) und wir uns fragen, was das alles soll…

Heute Morgen begrüssen uns die Sonne und eine kurlige Dame, die auf ihrem mitgebrachten Rudergerät ihre Runden dreht… Wäre Walmart ein Camping, wäre es dieser hier.

Wir brechen auf und lassen den neuen Tag auf uns zukommen. 

Read More

Dem Funkloch entkommen

Unser erster Stop in Opoutere galt dem Kennenlernen und Einrichten von ‚Mathilda‘. Mal sehen wo was hinkommt, ausprobieren wie es sich drin schläft und kocht, rausfinden wie die Velos am Besten an den Heckträger befestigt werden und wie das mit Wasser und Strom so funktioniert.

Auf dem Weg nach Opoutere also die Basis eingekauft, verstaut was es zu Verstauen gab und ab durch die Berge. Unterwegs mal angehalten, die Hälfte der Einrichtung und Vorräte vom Boden wieder zusammengesucht und etwas langsamer, weiter auf den zuvor reservierten Campingplatz.

Einparken ist ein Kinderspiel, aufstellen brauchen wir ausser Tisch und Stühlen nichts … also ab ans Meer. Ein Surfbrett wär jetzt toll. Der Wind ist auch OK, aber ablandig.

Der Landstrom hat dem Kühlschrank endlich Beine gemacht und das Bier ist schön kalt. T brät später in gewohnter Manier Rindsilet, dazu gibt’s Chips und lokalen Rotwein. Die Nachtruhe beginnt, Jetlag sei schuld, recht bald.

Der Folgetag ist der Ankunft in den Ferien gewitmet. Also nochmal an den Strand, erste Bräunungsversuche, bizzeli Salzwasser schlucken. Sonst nix, gar nix. Faulenzen ist Trumpf (noch).

Opoutere ist Funkloch. Ab und an 1 Strich Empfang über ‚2degree‘, aber nix mit Internet über unser ‚Spark‘-Telefon. Na, dann nicht.

In Opoutere wars fest kalt geworden und ich sass in der Daunenjacke beim morgendlichen Kaffee. Jetzt sind wir wieder raus aus dem Funkloch und, auf Empfehlung von T mit weniger hoher Kurvengeschwindigkeit, über Whitanga nach Coromandel gefahren. Unterwegs Vorräte aufgefüllt, etwas rutschfeste Ausrüstung hinzugefügt und schon den ersten defekten Campingstuhl ersetzt.

[ngg_images source=»galleries» container_ids=»3″ display_type=»photocrati-nextgen_basic_thumbnails» override_thumbnail_settings=»0″ thumbnail_width=»240″ thumbnail_height=»160″ thumbnail_crop=»1″ images_per_page=»20″ number_of_columns=»0″ ajax_pagination=»0″ show_all_in_lightbox=»0″ use_imagebrowser_effect=»0″ show_slideshow_link=»0″ slideshow_link_text=»[Show slideshow]» order_by=»sortorder» order_direction=»ASC» returns=»included» maximum_entity_count=»500″]

 

Read More

Kennsch: Fliehchräft?

Gestern morgen natürlich früh wach gewesen, da noch Jetlag und so.
Also auf, anziehen und raus, etwas zum Zmorgen finden. Leider hatte es nicht wirklich eine Auswahl an Anbietern – besonders um 6 Uhr morgens.
Daher dort gehen, wo’s immer etwas gibt: Mc Donalds. Neben „Zmorgen“ gab’s dort aber vor allem Schärmen vor der niederprasselnden Regenflut… Die abgewartet und zurück in die Unterkunft zum Packen.

Um 9 Uhr traff wie vereinbart unser Auto ein: Die Pacific Horizon, stolze 6 Meter lang, Mercedes Sprinter mit neustem Ausbau und lächerlichen 30’000 km auf dem Buckel!
Der nette Maori gab uns eine kleine Führung inkl. Erklärung. Dann Velos eingeladen und ins Depot von PacHo gefahren. Schliesslich haben wir schon so wenig Platz im Fahrzeug – daher wollten wir die Bike-Bags im Depot lassen.

Nachdem die Velos zusammengebaut und alles so gut irgendwie möglich verstaut war, ging’s dann los: Mit Linksverkehr ab ins nächste Einkaufszentrum für Essen, Bike-Teile, Schloss etc.

Während der Vormittag schwer im Zeichen von Organisieren und Installieren stand, ging’s dann am Nami los Richtung Opoutere, wo wir für die ersten 2 Nächte einen Campingplatz reserviert hatten. Die Fahrt dorthin war ein kleineres Abendteuer… Fast einen Fasan abgeschossen (oder er uns). Und Aeschi als Fahrer wollte prüfen, was sich aus der PacHo rausholen lässt: Mit 80 km/h in die Kurve brettern hält sie locker aus – allerdings fliegt im hinteren Teil dann alles hin und her, das nicht niet- oder nagelfest gemacht wurde. Rucksäcke, Wasserflaschen, Duvet etc. rollte und flog hin und her. Zusammen mit dem Klappern der Staufächer gab das in jeder Kurve einen anderen Sound, der uns bis zum Campingplatz begleitete.

Am späteren Nami dann gemütliches Apéro, gefolgt vom Kochen unseres Standard-Essens: Rindsfilet, Pommes Chips und Rotwein. Lecker war’s!

Um 20 Uhr holte uns dann der Jetlag wieder ein – also Bett gebastelt (es ist riesig!) und sofort eingeschlafen.

Heute geht’s an den Strand zum hängen, dösen, lesen, baden… Ihr wisst schon.

Read More

Fasch wie dehei

Angekommen in Auckland. Alles Bene.

Wenn ich fand, die Sitze bei Singapore Airlines seien komisch … die bei Air Newzealand sind’s definitiv. Netter Versuch, das mal anders zu lösen. Zum Liegen ganz OK, aber sonst eher wie im Wartesaal oder einer Single-Kantine.

Einreiseschlange, dafür haben sich die Kontrolleure sogar dafür bedankt, wie sauber unsere Wanderschuhe, Bikes etc. sind. SIM-Karte fürs Reisetelefon erstanden, unsere Nummer ist +64 27 595 4705 und wir haben Internet.
Anschliessend den ganzen Krempel mit dem Flughafenwägeli eineinhalb Kilometer bis ins Budget-Hotel geschoben, resp die Biketaschen hinter uns hergezogen: Kleiner Workout mit Schweissausbruch nach 24h Fliegen schadet nicht.

Geduscht, kurze Hosen und Flipflops angezogen und kein Bier mehr gefunden, die Bar nebenan ist finster … ok, ist ja auch Weihnachtsabend. Also schon wieder liegen und schlafen.

Heute Morgen Regen, «fasch wie dehei». Mal was zum Futtern gesucht und in einem nicht soo typischen Schnellimbiss Schutz vor dem Nass gesucht. Schande über uns.

In einer halben Stunde sollten wir abgeholt und zu unserem mobilen Zuhause für die kommenden Wochen gebracht werden. Reicht gerade für nen Blogbeitrag.

 

Read More

Zwischenstop SIN

3 Stunden Zwischenhalt in Singapur.

5:58 – mal ein Tiger-Bier in der Lounge, denn eigentlich ist’s ja 11 Uhr abends und wir haben nur den halben Tag durchgeschlafen. Den Rest Filme geschaut, gegessen und Musik gehört. Der Flug sonst ohne Vorkommnisse. Die Sitze im A380 sind komisch. Diagonal geht’s einigermassen mit liegen, aber eigentlich bin ich zu lang. Zum Glück richtig gedacht und «Bulkhead» genommen – da bleibt mehr Platz für die Schuhgrösse 47.

Nix mit shoppen im Transitbereich, für die Lädeli ist es auch noch zu früh. Hätten ja eh keinen Platz resp. Gewicht frei, die Fototasche und der Bikerucksack drücken jetzt schon auf den Schultern.

Also bleibt bloss Silver Kris und Tiger Beer. Proscht.

 

Read More

ZRH

100kg und etwas mehr sauber eingecheckt und in die Lounge verschwunden. Merci Wärthi für den Transfer, hoffe bist mit dem jetzt weniger tief liegenden VW Bus auch wieder ohne Dachstreifungen aus dem Parkhaus rausgekommen…

Jetzt beginnen dann die gut 24 Stunden Reise, etwa 22 davon im Flieger sitzend/liegend.

Read More

Quasi parat

Bald geht’s los – von mir aus schon lange. 
Heute Samstag noch bizzeli Weihnachten feiern, grosszügig Apéros konsumieren, letzte Sachen in trockene Tücher bringen, den Boardingpass ausdrucken… Was halt so anfällt. 

Zum Glück geht’s in 2 Stunden los mit Feiern – sonst würde sich der letzte, etwas undankbare Tag noch länger ziehen 🙂

Ich bin quasi parat – und freu mich sehr, mittlerweile sogar auf’s Fliegen! (Naja – jedenfalls bis morgen am Flughafen dann…). 

Read More

Vorbereitungen

Ja, erstmal der Blog … hat einige Versuche gebraucht und ist schlussendlich doch wieder auf der alten Plattform gelandet. Sicher ist sicher.
Gibt dann noch ein bizzeli Feintunung, aber dazu ist jetzt keine Zeit.

Dann das Packen … 100.2 kg und so gegen 20kg Handgepäck:

  • 2 Santacruz Nomad, Velohelme, -schoner, -schuhe, -hosen, -…, 2 Rucksäcke, Licht
  • 2 Kiteboards inkl. Pads/Straps, Finnen, 2 Kites inkl. Bars, 2 Harness, 1 Pumpe 
  • Fotoakamera, Mavic
  • Notebook (Mann muss ja Rechnungen bezahlen), iPad
  • Flipflops, Boardshorts, Neoprenlibli, Shorts, paar T-Shirts, Pulli, Daunenjacke
  • Zahnbürstli, P20
  • 1 Merino-Unterhose (muss reichen)

[ngg_images source=»galleries» container_ids=»2″ display_type=»photocrati-nextgen_basic_thumbnails» override_thumbnail_settings=»0″ thumbnail_width=»240″ thumbnail_height=»160″ thumbnail_crop=»1″ images_per_page=»5″ number_of_columns=»4″ ajax_pagination=»0″ show_all_in_lightbox=»0″ use_imagebrowser_effect=»1″ show_slideshow_link=»0″ slideshow_link_text=»[Show slideshow]» template=»default» order_by=»sortorder» order_direction=»ASC» returns=»included» maximum_entity_count=»500″]

Read More