31. Dezember 2017 - 0 Comments
Rotorua begrüsst uns schon von weitem mit seinem charakteristischen Schwefel-Gestank: Die Stadt liegt an/um/auf geothermisch aktivem Land, weshalb es an jeder Ecke dampft und etwas müffelt. An den Schwefel-Geruch gewöhnt man sich nach einer Weile – kurios ist es dennoch irgendwie.

Am 31.12. steppt hier offenbar der Bär: Einen der letzten Campingplätze konnten wir noch ergattern – er ist OK, aber nichts zum länger verweilen. Wir werden zwischen zwei kleine Häuschen platziert und logieren direkt neben dem Pool. Den gefühlt tausend Kinder, die im Wasser toben und plantschen, ist das eigentlich egal.
Wir machen uns schlau, wie weit es bis ins Zentrum ist – 8 km sind zu Fuss doch etwas sportlich. Also öffnet Aeschi Pandoras Box und beginnt, eine NZ-Taxi-App zu installieren. Die einen NZ Apple Account bedingt… Kurzum: rund 20 Minuten später können wir locker flockig ein Taxi buchen, das uns später beim Camping abholen soll.
Bis dahin haben wir noch Zeit und finden, es wäre eine gute Idee, sich eine Pizza zu bestellen – einfach zur Sicherheit, falls es dann später vor lauter Trubel nichts mehr gibt. Gesagt, getan. Mir scheint, die meisten Ankömmlinge auf dem Camping beneiden uns etwas… residieren wir ja auch gerade am Eingang zur Anlage.
Mit vollem Bauch noch etwas hinliegen, dann parat machen für den Ausgang.
Das Taxi mit seinem Fahrer Mahi 2 (nein, er hat keinen Zwillingsbruder, der Mahi 1 heisst – Aeschi hat das verifiziert) kommt pünklich und bringt uns ins Stadtzentrum.
Dort schlendern wir durch die Eat-Street (Restaurant an Restaurant) und genehmigen uns mal ein (paar) Bier.
Um 21:15 gibt’s das erste Feuerwerk – passend, finden wir. Denn jetzt rennen alle Richtung See, womit es mehr Platz in anderen Bars gibt – wir finden ein lauschiges Plätzchen in Nähe des Zapfhanens.
Um Mitternacht dann das 2. Feuerwerk, alle so “Happy New Year” und so – und wir langsam Richtung Taxistand und heimwärts. In weiser Voraussicht ist das Bett bereits ein Bett…
Die Idee für den 1.1. war ursprünglich, in den Skyline MTB-Park zu gehen, wo’s Gondeln gibt. Lift statt Pedalen hätt ich super gefunden – nur hat der Park leider bis und mit 7.1. geschlossen – wegen den Touristen, die dort die trümmligen Rodelbahnen nutzen und sich mit dem entsprechenden Kombi-Ticket dazu am Buffet bedienen können (kein Witz).
De haut nid – wir wählen Plan B und fahren zum Whakarewarewa Redwood Bike Park.
Eine riesengrosse Anlage mitten in/durch die Redwood-Wälder – alles kostenlos zum Nutzen. Es gibt einen kostenlosen grossen Parkplatz, eine Bike-Werkstatt und sogar einen kleinen Food-Stand mit Leckereien vom Bäcker und frischen Smoothies.
Wir düsen los – es geht wie erwartet auf und ab und auf und ab, druch Farn, neben Bächen vorbei, über Wurzeln – alles wunderschön zum Fahren und schauen. Die Anzahl der einzelnen Trails ist immens, sie kreuzen sich, wir verfahren uns und enden dann doch am gewünschten Platz: Mitten im Wald auf einer grossen Lichtung gibt’s einen Shuttlebus, der Velo und Fahrer hoch transportiert. Das hingegen kostet etwas, ist’s aber Wert.
Leider hat sich der leichte Niesel in einen leichten Regen verwandelt – langsam wird’s kalt und alles ist nass.

Wir shuttlen zweimal und ich für meinen Teil bin dann auch schon ziemlich am Ende meiner Kräfte, besonders in Hinblick auf den Rückweg. Diesen suchen wir uns wiederum durch den Wald und gelangen nach viel Schweiss und Pedalen zurück an den Ausgangspunkt. Smoothie und Himbeer-Caramel-Weisse-Schoggi-Schnitte hab ich mir verdient!
Ein neuer Camping, der etwas näher am Zentrum steht, ist unser Ziel – wir tuckern los und finden unser Plätzchen, wo wir die kommenden 3 Nächte bleiben werden.
Die Kombination Biken + Regen + Camper ist nicht eine allzu praktische: Unsere Klamotten, Schoner, Helme etc. sind erst schlammig, dann nur noch nass – und draussen schifft’s. Was tun?
Wir bastlen uns eine kleine Wäscheleine im Camper und hängen auf, was Platz hat. Da es immer noch regnet, können wir keine Türen/Fenster offen lassen – innert Kürze fühlt sich Mathilda an wie das Papillorama: Feucht und irgenwie unangenehm… Aufgrund fehlender Optionen lassen wir’s aber so bleiben und machen uns zu Fuss auf in die Stadt, um dort zu essen.
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