Craigieburn

Zu derselben Brandung aufgewacht wie eingeschlafen – daran könnt ich mich gewöhnen.

Zmorgen machen und abfahren, ehe die schrullige Oma uns vom Platz wirft. Bei Greymouth stell ich fest, dass meine Sonnenbrille fehlt – zum letzten mal wahrgenommen hab ich die am Strand… Also umkehren und nochmals gucken gehen.
Tatsächlich liegt meine heissgeliebte Brille am Steinstrand – leider zertreten und verbogen : ( Zu retten ist sie nicht mehr. Aeschi weiss rat – die neue ist unterwegs mit der Schweizer Post und kommt sogar noch vor mir an.

Wieder zurück via Greymouth über den Arthur’s Pass – wieder viel Landschaft, viel Platz, viel Kalifornien-Schweiz-Kanada, Wälder, Schafe, Rinder… Ein Fahrtag halt. Wir kommen endlich bei Cragieburn an und sind erst etwas verwirrt. Was sich genau wo befindet, wie man zu den Trails kommt und wie die verbunden sind, scheint uns etwas schleierhaft. Ausserdem ist’s mittlerweile wieder über 28° und damit zu heiss, um im Offenen aufs Velo zu gehen.

Bizzeli US Wiud Wescht
Vorhin waren’s noch 34°C

Wir entscheiden uns, einen Schlafplatz zu suchen und landen am Lake Pearson, wo’s auf einem kostenlosen Platz noch ein schattiges See-Plätzli für uns frei hat. Cool, das nehmen wir! Jetzt mal planen, wie wir morgen den Craigieburn Forest in Angriff nehmen wollen; wir wollen der Sonne wegen früh los. Und im Anschluss dann nach Christchurch; zum Bähnlen und gucken, wie sich die Stadt in den letzten 3 Jahren weiterentwickelt hat. Jedenfalls sofern uns die Sandfliegen hier über Nacht nicht auffressen…

Campieren am See

 

Read More

On the road again

Nach der gestrigen (Tor)tour auf dem Te Ara Koa war ich fix und fertig. Zum Glück auf dem Heimweg noch kurz Futter gekauft und bei Tom & Cheryl zusammen mit Dan noch eine Runde Burger gebraten. Hab ich mir verdient, fand ich.

Heute Morgen war’s dann aber Zeit, weiter zu gehen. Einerseits wollen wir die Gastfreundschaft der beiden nicht überstrapazieren, andererseits haben wir noch das eine oder andere auf unserer To Do Liste. Also zusammen noch einen Kafi genommen, beide umarmt (Tom etwas weniger, der ist schon genug kaputt) und gönnen uns zusammen mit Dan nochmals ein richtiges Frühstück (Ich: French Toast, Aeschi: Eggs Benedict). Danach düsen wir Richtung Supermarkt: Da wir seit rund 10 Tagen Mathilda nicht mehr wirklich gebraucht haben, ist der Frigo leer und warm – das muss dringend geändert werden.

Mit vollem Tank und vollem Kühlschrank fahren wir westwärts. Nicht, weil die Szenerie dort schöner oder die Sandfliegen weniger wären – sonder weil’s mehr Sinn macht, Craigieburn und Christchurch zu verbinden.
Unterwegs hat’s vor allem ganz viel nichts… Landschaft, mal grün, mal braun-gelb; mal Kühe, mal Schafe… Was wir sehen erinnert uns abwechslungsweise an Kalifornien, die Schweiz oder Kanada.

Der Weg zeiht sich und ist länger, als erhofft oder erwartet. Baustellen, langsame Camperfahrer, Aussichtspunkte etc. finden sich unterwegs.

Bei Punakaiki lassen wir uns dann doch zum Touristen-Stopp hinreissen und grännen etwas auf’s Meer hinaus. Wir finden eine wunderschöne kleine Bucht, fahren dann aber weiter zu den sog. Pancake Rocks: Über tausende von Jahren haben Erosionen und Erdbeben die Steine so geformt, als wären einzelne Pancakes aufeinander gestapelt. Aussehen tut das noch lustig – wir machen gefühlte tausend Fotos und fahren weiter.

Pfannkuchenfelsen

Der Camping unserer Wahl soll am Meer liegen, gemäss Beschreibung ist’s zwar nichts grossartiges, aber für eine Nacht völlig in Ordnung.

Wir fahren hin, steigen aus und suchen die Reception. Die Oma scheint heute schlecht gelaunt zu sein: Sie findet nichts lustig, macht einen genervten Eindruck und erhellt sich erst etwas, als wir Bargeld hervorzaubern… Dafür ist das Internet gratis, meint sie gelangweilt neben ihrem Rollator sitzend.

Unser Plätzli ist dafür tatsächlich direkt am Meer, die Wellen rauschen, der Abendhimmel stellt sich ein, der Strand ist fast menschenleer. Wunderschön!

 

Wir essen draussen und werden gleichzeitig mit einsetzenden Regentropfen und steigender Sandfliegenerscheinungen fertig. Ab ins Innere zum Abwaschen, Dessert und Sicherheit vor Stichen und Niesel! Morgen geht’s weiter nach Cragieburn, wo offenbar gutes Velofahren sein soll.

Read More

Te Ara Koa

So, nach dem heftig energiespendenden Abendessen gestern, es geht ab auf dem Fringed Hill und dann Te Ara Koa runter …
Also früh aufgestanden um den erwartet hohen Temperaturen zu entgehen, nochmal ein bizzeli Energie in T reingefüttert und los von Haltmeiers Residenz an den Eingang von Codgers MTB Park. Von hier gehts nämlich den «Dun Mountain Trail» hoch und dann den «Fringed Hill Climb».

«Fringed Hill Climb» ist wie unser (verhasster) “Psycho”, bloss dass der nach einem Teil des «Dun Mountain Trails» nochmals 750hm konstant rauf geht, die letzten 100m davon fast überhängend (schwarz, Grade 5).

Gesagt und losgetreten, schon warm, dann heiss, dann erschöpft und kaum an der ersten Weggabelung unsicher … gehts jetzt rechts oder links ? Trailforks meint rechts, ich interpretiere aber falsch und behaupte links. Also links.

Wenig später; kann nicht sein, da stimmt was nicht. Also wieder Trailforks – ah vorhin wäre rechts richtig gewesen. Es gibt hier aber einen Verbindungspfad “Pipeline”, T traut mir nicht, gibt aber nach und diesmal habe ich Recht. Wir sind wieder auf dem «Dun Mountain Trail» und erreichen nach weiteren Höhenmetern den Anfang von «Fringed Hill Climb”.

Nicht lange, da hören wir bereits Stimmen hinter uns. 2 Herren im gemässigten Alter (also uralt gegen mich), dann noch einer mehr. Einholen tun sie uns aber erst später, als wir an einem der immer seltener werdenden Schattenplätze kurz Verschnaufpause einlegen. Aus Einmal werden mehrere Male, wir holen uns gegenseitig immer wieder ein und fangen an zu quatschen. Das “Zugpferd» der Dreiergruppe macht den Aufstieg seit Dezember zum 11. Mal, nach 12. Mal entspreche dies dem Aufstieg auf den Mount Everest …

Irgendwann nach knapp 2 Stunden sind wir oben. Die letzten 100m habe ich nur mit 2 Stops und Fuss auf den Boden geschafft. Da die Meisten aber schieben, ist das für mich OK so.

Die Göppelis auf dem Fringed Hill
Die Erschöpften auf dem Fringed Hill

Als wir uns langsam auf die Abfahrt, den eigentlichen Grund für die Tortur bergauf, bereit machen, tauchen weitere rote Köpfe auf, darunter Alister, der Chef von Gravity Nelson, der uns vor ein paar Tagen auch geshuttelt hat.

Fringed Hill Gipfel

Nach ein paar Worten und Beglückwünschungen zum Aufstieg gets dann endlich los. “Te Ara Koa” heisst der mit über 5 Kilometern längste Abfahrts-Singletrail Neuseelands.

Wir brauchen unsere Zeit, teils weil unbekannt, teils weil doch nicht ganz ohne, teilweise weil Fotos gemacht werden müssen. Ausserdem gehts ja darum, die Abfahrt zu geniessen und nicht einfach durchzujagen damit’s möglichst bald wieder vorbei ist …

T im Flow

Unterwegs, im letzten Teil, stoppen wir noch kurz an der Stelle, an der Tom anfangs Woche sein Schlüsselbein knacken liess und sind froh, unfallfrei unten anzukommen.

Bei “Just Be”, dem Kaffee- und Limonade-Wohnwagen unten am Parkplatz, betrieben von einer Schweizerin, genehmigen wir uns noch eine kühlende Limo, laden die Bikes auf und fahren an den Strand, abkühlen im Meer.

Read More

Zu warm zum Biken

Weiterhin bei Haltmeiers, aber es ist definitiv zu warm zum Biken !
Also liegen wir auf der faulen Haut, machen wohl oder übel den Bikewash und pflegen etwas die Göppel

could be worse, could be winter

Natürlich muss man sich beim Velo waschen etwas abkühlen und dazu gibt’s verschiedene Möglichkeiten. Die Eine ist die Badewanne im Garten (sorry, Zensur), eine Weitere das stehenbleiben im Schatten und auf einen kleinen Windzug warten oder ganz einfach zum Kühlschrank pilgern und ein Behältnis mit Flüssigkeit zur inwändigen Kühlung hervorsuchen:

Kühlflüssigkeit für Velowaschende

Da irgendwann bei jedem und jeder die Zappeligkeit ausbricht kommt T irgendwann auf die Idee Dan nach Bunnyhops («Häschensprung» zum Überspringen von Hindernissen etc.) und Manuals (Fahren auf dem Hinterrad, ohne dazu zu padalieren) zu fragen und Eins führt zum Anderen und schlussendlich zu Ryan Leech und seinen Anleitungen im Internet.
Natürlich gehört dazu dann wiederum das Nachmachen der Übungen – nach wohl 10 Sekunden waren wir alle klitschnass geschwitzt und eine Stunde später total erschöpft, so dass eine weitere Abkühlung von innen und aussen nötig wurde.

Und was ist bei all der Überei passiert ? Agnes und Bertha sind abgehauen !
Nicht das die 2 Haushühner jetzt riesige Reisen unternehmen, aber trotzdem … schliesslich haben wir zur Zeit die Aufsichtspflicht.
Gesucht, gefunden, gejagt, eingetrieben, wieder nassgeschwitzt.

Agnes und Bertha, wieder da

Alles wieder geeordnet, verräumt und abgeschlossen noch kurz nach Nelson Downtown zum Einkaufen, T zauber Spaghuusi Carbonara zum z’Nacht und als vorbereitende Mahlzeit fürs Velotürli morgen … 

Read More

Nelson / Hira

Sodeligen, seit Tagen sind wir bei Haltmeiers und geniessen die Gastfreundschaft.

2 Tage war erstmal Velopause. Einerseits hat’s geschüttet und war wirklich von allen Seiten fescht nass, andererseits hatte meine Gabel vom Nomad schon nen Service nötig.
Ich also um 8 Uhr morgens den Göppel gewaschen und dabei von Mücken überfallen worden, was wider zu total verbeulten, jukenden Fussgelenken führte … Dann hat Gravity Nelson das Velo gekriegt, Tanja und Dan French Toast und Tom (einhändig) und ich Eggs Benedict in einem Kaffee namens Lambretta. Noch etwas erfolgloses shoppen und sonst mit dem Regenschirm durch Nelson City spazieren.
Der Folgetag ähnlich. Weniger regen aber nicht mehr Aktivität on unserer Seite, Frühstück im Lambretta. Dafür Rechnungen bezahlt (Merci Erwin für die Fotos der Einzahlungsscheine) und etwas sonstigen Bürokram, schliesslich haben wir Haltmeiers Internet und Strom.

Abends dann noch Geburtstagsgeschenkli für Tom, der am Freitag ein knappes Jahr älter wird, kaufen. Aus einem geplanten Luftballon wird allerlei Kram mit lustigen Hintergedanken. Dazu noch etwas Geschenkpapier im Supermarkt. In Mathilda verpackt und mit Ducttape zugeklebt.

Gestern ging’s dann wieder los aufs Velo, aber erst Bertha und Agnes, Haltmeiers, mit dem Haus geerbte Hühner, füttern lernen. Tom und Cheryl lassen uns nämlich für 3 Tage alleine in ihrem Haus und gehen zu Toms Geburtstag, jetzt halt ohne Velos auf Romantik-Kurztrip.
Es geht am Morgen zurück nach Codgers: Tanja’s «face your daemons» training, auf doch noch recht feuchten, dadurch rutschigen Untergrund, bestehend aus Waldboden, Lehm und Wurzeln auf «Top Gun». Jeweils hochpedalieren natürlich inbegriffen.
Später gesellt sich noch Dan, der zuvor mit 2 lokalen Frauen «kurz» auf «Te Ara Koa» (Toms Unfallstrecke) war dazu. Tanja fährt was «blaues» runter, ich geh mit Dan auf «Smasher» in schwarz (paar Meter auf dem Hosenboden, den Rest auf dem Velo).

Den Hunger bekämpfen wir mit Salat und einem rieseigen Stück Kuchen als Nachtisch (there goes the lean lunch),  im Deville. Allgemeine Müdigkeit durch den Energiebedarf zur Verdauung befiehlt einen kleinen «Nuck» zuhause in der Haltmeier-Resdidenz.

Die angekündigten Spaghetti Carbonara by Tendu zum Abendessen fallen einem erneuten Besuch im «Silvan Forest» wo’s nach knapp 500 Höhenmetern ein paar lustig-flowige Abfahrten gibt und danach Pizza und Bier zum Opfer. T wird langsam fit …

Read More

Kaiteriteri und etwas Action

Das Wetter bleibt gut und ist mit etwas Bewölkung ideal fürs Velölen. Aeschi und ich schauen uns den Kaiteriteri Bike Park näher an, der liegt rund 1 h entlang der Küste aufwärts. Die Fahrt dort erfolgt teilweise der Küste entlang, die Aussicht ist mal hübsch, mal eher trostlos. 

Kaiteriteri selber ist ein Touristenmagnet: Einerseits hat’s einen riesengrossen, brutal überfüllten Camping am Meer, andererseits gehen von dort viele Ausflüge weg. Von Kayak-Trips über Jet Ski zu Kaffee-Ausflügen gibt’s so ziemlich alles, der Strand ist mit Kindern und Grosseltern gefüllt… Alles andere als idyllisch. 

Der Bikepark selber ist dann auch recht voll, ich quäl mich den Hügel hoch, während sich Aeschi lauthals über die fehlende Beschilderung der Trails beklagt. Was wirklich cool ist hier in NZ, ist die Tatsache, dass sich wirklich alles auf ein Velos setzt und probiert – unabhängig von Alter, Grösse, Velo, Ausrüstung etc. 

Ein etwa 12-jähriger motiviert mich, dass es nicht mehr weit sei, und ausser dem Ende, das sehr steil sei, wäre alles easy. Am Schuss könnte ich ja schieben, meint er. Tu ich dann auch, stellt sich später raus. 

Im Vergleich zu den anderen Parks ist dieser hier nicht so der Reisser. Ausser einem Trail ist’s eher auf-ab-auf-ab und nicht sehr unterhaltsam. Wir entscheiden uns für eine Rückkehr auf den Parkplatz, werfen uns in Badeklamotten und gesellen uns zu den anderen gefühlten tausend Badenden am Strand. 

Auf dem Rückweg stoppen wir in Mapua bei der Golden Bear Brewery und essen Fish & Chips als Nachmittagssnack, ehe Tom und Aeschi sich für eine Feierabendrunde verabreden. Ich find das super, fahre Aeschi zu Tom ins Büro und wir verabreden uns alle um ca. 19 h zum Znacht beim Inder. 

Ich kurve etwas durch die Stadt, entdecke ein paar Ecken und bin logischerweise die erste am Treffpunkt. Bestelle ein Bier und mache es mir gemütlich, bis Aeschi anruft. Er meint, dass es wohl etwas länger dauern würde, da Tom gestürzt sei und die beiden nun mit einem Bike den Trail runter laufen… Super! Ich komm mir nutzlos vor, weiss nicht, wer wo genau ist und was ich tun könnte, um irgendwie zu helfen? 

Nach ein paar Minuten googeln und überlegen fahr ich zurück zu Mathilda, lad den Göppel auf und fahr los – unterdessen hat Cherryl mitgeteilt, wo sie auf Aeschi wartet: Tom ist mit seinem Chef, der avisiert wurde, bereits im Spital, Cherryl wartet auf Aeschi, der wieder hochgelaufen ist, um sein Bike zu holen. Ich fahr hin, lad Aeschi auf und Cherryl fährt ins Spital. Diagnose: Gebrochenes Schlüsselbein – der Bike-Klassiker halt. 

Nach duschen, einkaufen, ein paar mal telefonieren und organisieren sitzen wir dann später doch alle 4 am Tisch und lassen die Geschehnisse des Tages Revue passieren. Zum Glück ist nichts schlimmeres passiert! Phew! 

Read More

Shuttling Nelson

Heute Montag steht endlich Shutteln auf dem Programm! Jönu hat mit Gravity Nelson etwas organisiert und wir können uns anhängen. Schlussendlich sind wir zu viert, was ideal ist: Elo und ich fahren ungefähr gleich, Aeschi natürlich besser und Jönu nochmal besser. 

Aufgrund diverser politischer Diskussionen und den Feiertagen (hier sind Sommerferien) können wir leider nicht überall hin fahren – lediglich ein Trail (Involution) ist für den Shuttle Service offen. Wir holpern los, und fahren den Berg hoch. Endlich – ich find, ich hab mir das mit dem für mich verhältnismässig vielen Hochpedalen verdient. 

Der Trail ist OK. Für mich auf jeden Fall fahrbar, für die etwas besseren und schnelleren wohl eher langweilig. Aufgrund der limitierten Möglichkeiten fahren wir denselben Trail 3 mal – auch das passt für mich. Schliesslich sind der Farn-Wald und die ganze Umgebung inklusive Aussicht von zuoberst immer noch grandios.

      

Am Mittag geht’s zurück in die Stadt zum Essen. Wir diskutieren die Optionen und entscheiden uns nach einem etwas zu üppigen Mittag für den Codgers Park. Dort hat’s diverse Trails für alle Levels. Tom, unser Gastgeber, kommt mit und wir holen ihn vom Büro ab. Codgers ist – wie viele Parks hier – auf in Privatbesitz und in Gelände gebaut, das für den kommerziellen Holzhandel vorgesehen ist. Der Aufstieg ist anstrengend, da wiederum heiss und feucht – die Strecke führt aber über offenes Terrain, womit Schatten ein Wunsch bleibt. 

                                                 

Irgendwann kann ich dann nicht mehr und verliere den Spass. Tom motiviert mich für weitere 5 Minuten und ein paar Höhenmeter, danach nehmen wir beiden Mädchen eine Abkürzung, während die Männer etwas mehr Schwitzen. Die letzte Abfahrt machen wir dann wieder zusammen. Leider sind meine Batterien wirklich leer und ich fahre grottenschlecht, was mich nervt und etwas frustriert… Unten angekommen gehen wir logischerweise ins Bier, Cherryl gesellt sich nach der Arbeit zu uns und wir kaufen auf dem Heimweg ein, um bei Tom & Cherryl etwas Fleisch auf den Grill zu schmeissen.

Read More

Hallo Südinsel!

Zeit für den Süden. Unsere Fähre geht um 9 Uhr morgens, Check in ist aber spätestens 8 Uhr. 
Wir stellen den Wecker, verlassen Rod’s Bleibe, laden die Bikes in Mathilda (so sind wir kürzer -> günstiger auf der Fähre) und rollen zum Hafen. Dort sind wir nicht die ersten, aber fast die letzten, die dann schlussendlich an Bord fahren können. 

Die Fähre ist voll besetzt, einen Sitzplatz zu finden wird etwas schwierig. Wir schaffen auch das, holen uns üblen Kaffee und schauen einen genauso üblen Film auf dem Laptop, um uns die 3.5 stündige Überfahrt zu verkürzen. Das Wetter ist prächtig, die See ruhig, alles verläuft komplett ereignislos. 

In Picton angekommen montieren wir erst mal die Velos wieder auf dem Träger und schlagen die Richtung zu Tom & Cherryl ein – Freunde von Michel und Karina, die wir unbedingt treffen sollen. Machen wir auch und fahren zu den beiden nach Hause. 

Tom & Cherryl sind absolut cool: Wir werden mit offenen Armen empfangen, sie zeigen uns ihr grosszügiges, schönes Haus inkl. allem Land, das dazu gehört – wirklich beneidenswert! Wir plaudern und tauschen Geschichten aus – bis die beiden auf die Idee kommen, man könnte ja «kurz noch schnell» aufs Velo. Gesagt, getan – alle Bikes auf den Pickup und los geht’s zum Silvan Forest für eine kleine Runde. Die kurze Ausfahrt stellt sich als Aufstieg mit 460 Höhenmeter heraus; ich hab meine liebe Mühe und lasse einmal mehr alle auf mich warten… Dennoch komm ich oben an und werden mit einer supercoolen, schnellen Abfahrt belohnt. Der Trip hat sich gelohnt!

          

Im Anschluss gib’s Pizza und ein Bier auf dem Heimwege, ehe Cherryl meint, wir sollen doch im Gästezimmer schlafen statt im Auto. Nach etwas hin und her (wir wollen uns nicht aufdrängen und so) machen wir das auch. 

Read More

Mount Victoria & Schweizer Abend

Die andere offenbar coole Bike-Option in unserer Nähe sind die Trails vom Mount Victoria runter. Da Rod quasi um die Ecke wohnt, drängt sich das heute quasi auf. 

Die Sonne scheint und es wird relativ schnell ziemlich heiss, in Kombination mit der immer noch etwas nassen Vegetation kommt das Klima bald tropisch daher. Wir pedalieren auf den Mt. Victoria hoch und machen den Touri-Stop auf der Aussichtsplattform. Heute sieht man wesentlich weiter und über die Stadt, den Hafen mit der Fähre, die wir morgen nehmen etc. 

Wir wollen den Super D Trail fahren und biegen um die Ecke auf den Parkplatz – und sehen den gestrigen Pete vom Team RTD mit einer Truppe, die er eben hochgefahren hat! Er meint, zwei Plätze hätte er noch, wir sollen einfach mit den Jungs den Super D runter und dann mit ihm wieder hoch fahren. Mir muss man das nicht zweimal sagen, wenn ich hochgefahren werden kann!

Die kleine Gruppe ist einverstanden, dass wir uns anhängen – und los geht’s! 
Ich kenn den Weg nicht und fahre etwas verhalten; offenbar zu verhalten, denn ich hab keine Chance, den Jungs zu folgen… Aeschi wartet und wir schlagen uns einmal mehr durch Karten und Wald, den Anschluss haben wir längst verloren. Den Transport nach oben hab ich mental bereits gestrichen, wir diskutieren, ob sich ein erneuter Aufstieg lohnt und finden, dass man das nochmals tun müsste. 

Wir tschalpen los, um die Ecke – und sehen die anderen! Super – ich komm doch noch zur Hochfahrt! 
Da nun ein etwas schwieriger Trail ansteht, bleib ich bei Pete im Bus hocken und fahr mit ihm zum nächsten Treffpunkt. Wir plaudern und warten, laden die jungen Wilden wieder auf und fahren weiter zum Polhill Reserve für eine lange Abfahrt. 

Die kann auch ich fahren und die Jungs sind wirklich sehr zuvorkommend und warten immer mal wieder. Die Abfahrt ist schnell und abwechslungsreich, lustig – und endet mitten im Te Aro Gebiet (Stadtteil von Wellington), in dem auch meine aktuelle Lieblingsbrauerei steht – das Garage Project. Nein, wir trinken nicht immer – aber nach einem anstrengenden Tag mit viel Schwitzen ist ein Bier verdient.

Austrinken, zurückpedalen, duschen, in die Stadt uberen. Wir treffen uns heute zu einem Schweizer Abend mit Matti und Martina (Berner, die wir 1 x auf dem See gesehen haben) und Elo & Jönu (Nidau, Bike etc.). Nach dem Apéro geht’s wieder zu Grill Meats Beer – weil’s so fein ist und man das eigentlich täglich machen könnte.

Read More

Makara Peak

Am Freitag sieht das Wetter besser aus: Es regnet nicht mehr und die Sonne zeigt sich langsam. Das ist gut – denn so wird’s auch in Rods Wohnung endlich etwas wärmer und wir können ein paar Fenster öffnen, damit sich der Tannenbaum auch draussen olfaktorisch ausbreiten kann.

Wir fahren mit Mathilda zurück zum Makara Bike Park, den wir gestern nur kurz mal geprüft haben. Hochpedalen ist mittlerweile Standard, d.h. ich reg mich gar nicht mehr drüber auf und versuch, ohne viel Fluchen hochzukommen. Ich komm ganz gut voran, auch das mit dem Kartenlesen haben wir besser im Griff als am Vortag. Heute wollen wir bis zum «Gipfel» hoch, der immerhin auf 412 m liegt. Unterwegs haben wir zwei ältere Herren vor uns – ich bin froh, denn deren Tempo kann ich grad so knapp mithalten. 

Oben angekommen hätte man offenbar einen fantastischen Blick auf die Südinsel, Wellington und die umliegenden kleinen Insel. Hätte man – wenn da nicht Nebel liegen würde. Es weht ein wirklich fieser Wind und zusammen mit der Funkantenne erinnert das ganze etwas an den Chasseral. Wir machen dennoch ein paar Fotos und fahren den Peak Flow Trail runter. Der ist genial, schnell, verspielt und wirklich flowig! So cool, dass ich schon auf der Abfahrt entscheide, nochmals hochzufahren. 

Unten auf dem Parkplatz spricht uns ein Typ an: Pete hat vor kurzem sein Shuttle-Business angefangen und weist darauf hin, dass er an Wochenenden Bikers hochfahren würde. Pete und Pete plaudern etwas und tauschen Kontakte aus – der Shuttle-Pete empfiehlt darauf hin, dass wir doch den T3-Trail fahren sollen. 
Wir pedalen wieder hoch, diesmal zum Glück mit viel weniger Nebel. Die Hängebrücke ist ein Highlight beim Hochfahren: Vor kurzem erst gemacht und ein kürzerer, angenehmerer Weg auf den «Gipfel» – und ein Foto wert.

                                   

Oben angekommen suchen wir den Einstieg in den T3 – grosser Fehler! Der Trail ist ein ganz übler, verblockt mit Steinen und mit schmalen Rinnen zum Fahren. Ich fluche und wünschte, ich wär nochmals den Flow gefahren… Unten trennen wir uns – Aeschi versucht sich auf der schwarzen Piste und ich rolle eine andere herunter, die sich als etwas breiterer Forstweg zeigt… Langweilig! Ich fluch noch etwas vor mich her und treffe Aeschi auf dem Parkplatz. Das war’s dann aber mit meiner Energie und wir entscheiden uns für Bier. 

Rod soll heute nach Hause kommen – gut, dann treffen wir den Typen endlich. Ich werf noch einen Dreckwäsche-Haufen zusammen, schliesslich können wir bei Rod noch eine Runde waschen. 
Wir fahren vorm Haus vor und treffen Rod: Sympathisch, jung, zuvorkommend, easy – er ist auf dem Weg zur Arbeit, aber seine Freundin ist zu Hause. Auch gut – wir treffen die junge Lea, die grad von ihrem 3-wöchigen Trip mit ihrer Deutschen Familie zurück kommt… Lea ist also Deutsche (…) und wäscht grad die Klamotten von den letzten 34 Wochen (…). Soviel dazu. 

Wir lassen uns eine Restaurantempfehlung geben, duschen und uberen in die Stadt zum Znacht.

Read More

Kafi

Schön draussen. Mittelmässig gepennt, aus bekannten Gründen.

Mt Vic ruft, aber T träumt noch. Also mal ins Bad geschlichen und gehofft, dabei nicht auf die eigentlichen Bewohner des Häuschens zu treffen. Danach Schuhe an und raus aus dem Haus. Noch kurz in Mathilda was gesucht (wie immer, ich find auf engem Raum ja nie was) und dabei festgestellt:

Die Hecktüre wird per Funkschlüssel gar nicht abgeschlossen, zumindest nicht wenn die Schiebetüre nicht ganz zugeschmissen ist … die extra im Auto verstauten Velos waren letzte Nacht also weniger ’sicher‘ als hinten auf dem Träger. Später mal genauer eruieren.

Jetzt erstmal runter ins Coolsville auf nen Capucino.

Die Mädels vom Coolsville fliegen wohl bald mal auf Besuch in ihre Heimat Kanada und es wird rege diskutiert wie man das, 10+ Stunden im Flieger eingepfercht, aushalten und gar schlafen soll.

… sie hätten mich besser nicht gefragt wie ich das mache.

Read More

Wellington und seine Biere

Die Nacht war nicht wirklich erholsam: Sobald sich der eine bewegt, schaukelt der andere automatisch mit. Wenn einer Hustet, vibriert der andere; wenn sich einer dreht, rotiert der andere mit…

Etwas grummelig starten wir in den Tag – der Baum riecht noch immer, die Wohnung ist kalt, draussen geht ein fieser Wind und es regnet.

Wir nutzen den unlimitierten Internet-Zugang und verlauern den Morgen bei Rod. Gegen Mittag Ubern wir wieder nach Wellington – ich bräucht ein neues Bikini und Aeschi ein Shirt, das eine andere Farbe als Grau hat.
Wellington hatte mir schon beim letzten Besuch nicht gefallen: Die Stadt am Ende der Nordinsel scheint ein Auffangbecken für alle zu sein, die nicht weiter kommen (ev. weil kein Kleingeld für die Fähre) und nicht zurück wollen. Es hat im Gegensatz zu anderen Städten viele Bettler, Leute, die mit sich selber reden und gewagte modische Kombinationen – das alles gespickt mit Touristen aus aller Welt.

In einem Kaffee mit Blick auf die Fussgängerzone gibt’s feines Zmorgen und starken Kaffee, mittlerweile lässt auch der Regen etwas nach. Wir schlendern durch Wellington, ich kauf mir eine Regenjacke (endlich!) und wir lädelen auch sonst ein wenig.

Zufällig kommen wir beim Quartier vorbei, in dem wir vor 3 Jahren in einem Hotel waren. Ob’s wohl die kleine, versteckte, coole Bar noch gibt? Ja – tut es! Das «Little Beer Quarter» hat noch denselben Charm, und da uns langsam die Füsse weh tun, genehmigen wir uns ein kleines Bier.
Wellington hat eine Bier-Karte herausgegeben, in der nennens-/besuchenswerte Brauereien oder Bier-Lokale eingetragen sind. Man kriegt auch einen Stempel auf die Karte, wenn man dort war… Fast wie Pfadi, einfach mit Bier.
Unabhängig davon will ich noch das «Garage Project» besuchen: 3 Typen, die in einer ehemaligen Garage Bier brauen, das eher experimentellen Charakter hat.
Die Beiz ist klein und schmal, dafür lang – und hat sogar noch ein Plätzchen für uns. Wir entscheiden uns für irgend etwas und kommen mit einem NZ-Paar ins Gespräch: Sie sind auch Christchurch und machen einen kleinen Weekend-Trip nach Wellington (keine Ahnung, warum man das machen würde…). Kurzum: Nach der 3. Runde haben wir ihre Adresse und Telefonnummer und sind herzlich eingeladen, wenn wir dort sind.

Wir Ubern zurück und wollen beim Thai um die Ecke von Rod’s Heim etwas essen – leider ist der Laden noch zu. In der Kneipe gegenüber gibt’s nur bedingt Essen – man darf aber gerne vom Burger- oder Pizza-Laden etwas mitbringen. Machen wir – und spielen dazu etliche Runden 4 Gewinnt. Gewonnen hab allerdings ganz klar ich 🙂

Read More

Bei Rod

Auch der Makare Bike Park überzeugt: Durch Wald und Farn, über Stock und Stein geht’s aufwärts, immer wieder zweigen Wege ab oder dazu. Auch hier kämpfen wir etwas mit der Karte: Wo läuft nun genau was hin und geht’s da hoch oder runter? Der zunehmende Wind und der stärker werdende Niesel treibt uns schlussendlich in eine Ecke des Parks, an dem’s nur noch runter geht. Einerseits zwar gut, andererseits war’s das dann auch für den Tag. Wir kommen ja wieder, daher halb so schlimm.

Wir machen uns auf zu unserem gebuchten AirB&B: Wir wohnen bei Rod – wer auch immer das sein mag. Kennen tun wir den nicht, ein Zimmer bei ihm haben wir online gebucht. Rod is auch gar nicht da, weil geschäftlich unterwegs und kommt erst am Freitag.

Mit Navi meistern wir Wellington und fahren in Richting Mount Victoria steile Strassen hoch – finden tun wir Rod’s Haus auf anhieb. Auch der Schlüssel liegt, wo er soll; wir lassen uns selber rein.
Die Bleibe ist nicht wirklich der Knüller. Zwar ist die Aussicht schön (denken wir – es liegt Nebel vom Meer her), allerdings riecht es etwas komisch und unser Zimmer ist so gross, dass ein kleines Doppelbett Platz findet. Die Matraze hat Federn drin und ist so weich wie Zuckerwatte an der Olma… Naja – es ist, wie’s ist.

Wir nehmen uns einen Uber und fahren ins Zentrum zu Grill Meats Beer – der wahrscheinlich besten Burger-Bude auf der Südhalbkugel! Das Essen schmeckt sehr – wir haben uns schon lange darauf gefreut. Nach dem Hauptgang ordern wir nochmals eine Vorspeise, etwas mehr Bier und für mich gibt’s noch ein T-Shirt. Merci Mami & Papi!!

Uber bringt uns zurück zu Rod – und mittlerweile lässt sich auch der komische Geruch identifizieren: Es ist der absärbelnde Tannenbaum, die ziemlich sicher nicht hiesig ist oder nicht sein sollte… der halbe Baum ist braun, immer noch geschmückt und ein paar Geschenke liegen noch verpackt darunter. Ich komm nicht ganz draus, lass es dann aber auch.

Wir verkrümeln uns ins Zimmer, sinken bis zum Kinn ins Bett und versuchen, zu schlafen.

Read More

Mathilda zulassen und (dabei) sterben

Aufstehen und Regen sehen. Das Nass von Oben verfolgt uns.
Saft, saft, saft durch die Wiese zu den sanitären Anlagen und saft, saft, saft zurück. Mann spart ja eigenes Wasser und Toilettenchemie, geht lieber durch aufgeweichte Zeltstandplätze zur zentralen Stelle und widmet sich der Körperpflege. Rasieren war nach 2 Wochen doch Mal angesagt.

Weiter gibt’s hier nichts zu tun, also Satelitenschüssel auf dem Dach vom vorabendlichen TV schauen einfahren und los von Rom (oder wo immer wir hier sind, “Levin» glaub).

Eigentlich haben wir erst morgen den Termin bei Pacific Horizon, um Mathildas amtliche Zulassung zu erneuern (was die PacHos ja versifft haben und jetzt in unserer Mietzeit anfällt), aber da Plimmerton schon auf dem Weg nach Wellington liegt, schauen wir kurz bei denen vorbei.

Maryann von PacHo ist nett und meint auch, dass das schnell erledigt werden könne, die Prüfung dauere bloss 20-30 Minuten und sie könnten da einfach gleich vorbeifahren.
Wir lassen uns nen Schirm geben (ja es nieselt und ist grau) und gehen auf einen Kaffee ins pulsierende Zentrum von Plimmerton. Wir spazieren etwas duch das pulsierende Zentrum von Plimmerton. Wir gehen an den Strand von Plimmerton und sehen am Horizont das Feuerwehrdepot von Plimmerton. Wir gehen zurück and den Rand des pulsierenden Zentrums von Plimmerton und bestellen uns eine kleine Pizza, denn es ist Mittag. Wir gehen an dem anderen Kaffee im pulsierenden Zentrum von Plimmerton vorbei und schlendern zum anderen Ende des pulsierenden Zentrums von Plimmerton. Wir gehen weiter und verlassen das pulsierende Zentrum von Plimmerton, überschreiten die Bahngeleise und kommen der Hauptstrasse entlang, über den Parkplatz hinter der Zughaltestelle zurück ins pulsierende Zentrum von Plimmerton. Hier könnte jetzt alles von Neuem beginnen, denn wir bestellen wieder einen Kaffee …

Der erlösende Anruf von PacHo kommt doch noch, Mathilda ist fertig, die Reifen noch gut.

Ab nach Wellington, Makara Peak

 

Read More

Arapuke Forest

So, wurde Zeit die Marine Parade und den Kiesstrand von Napier zu verlasen.
Nach kurz an der Dump-Station vorbei und Mathildas Wassertanks leeren, resp. füllen und ab nach Palmerston North und in den in der Nähe gelegenen Bike Park “Arapuke Forest”.
Die Farbe des Himmels hat sich weider ins schon fast gewohnten Grau gewandelt, es nieselt leicht. NZ halt.

Mathilda schlägt sich wacker. Die letzten Kilometer sind nicht bloss eng und kurvig, sondern auch nicht mehr geteert. Mein ständiger Blick in den Rückspiegel innen verrät, ich sorge mich etwas um die Befestigung unserer Nomads am Veloträger. Oder besser der bleibenden Spuren, welche das an den Velos zurücklassen könnte.
Endlich kommen wir auf dem Parkplatz an, und wir dürfen uns dem erneuten Studium einer nicht allzu klaren Übersichtskarte ohne Höheninformation widmen.

Trailforks kennt den Grossteil der Trails hier auch, und wir entscheiden uns für den leichten Einstig … lieber ein paar Kilometer mehr, dafür weniger steil. Wir spiralen uns um den Berg drumrum hoch und siehe da; das sind ja richtig lustige, geschaufelte Trails !
Es gäbe sogar nen Shuttle-Betrieb, leider aber bloss am Wochenende.

 

Das ganze entspricht also endlich mal eher unserer gewohnten Form des Mountainbikens: Einen angenehmen, nicht so steilen Weg hochfahren und dann die guten Singletrails wieder runter. So geht das dann auch mehrmals ohne gleich zusammenzubrechen 🙂

Weil’s mit dem Wetter wieder schlechter aussieht ziehen wir noch gerade ein paar Kilometer weiter gegen Süden und nächtigen auf einem kleinen, etwas älteren aber sehr sauberen Campingplatz irgendwo in der Pampa.

Read More

Wohnmobil kaufen

Etwas auf den Kieseln liegen und am Teint arbeiten (lassen).
Danach spzieren wir, weil ja bisher noch keine 8km mit Gasflasche zurückgelegt, nochmals 2 ins Zentrum, genehmigen uns ein Bier im Emporium und spazieren wieder zurück. Das Schritte-Soll gemäss aller Krankenkassenverbilligungen hätten wir heute wohl erreicht.

Am Abend werden wir von den Campernachbarn auf ein Apero eigeladen … schlussendlich ist’s dann auch ein Verkaufsgespräch, sie hätten da gerade ihr Fahrzeug für 190’000.- aus dem Markt.

Tanja zaubert mir uns wieder was leckeres vom Gasherd und wir ziehen uns ins Innere von Mathilda zurück. So spät waren wir noch nie dran.

Read More

Un kilomètre à pied…

Die Nacht am Meer war wunderbar – am Morgen werden wir von sanften Wellen und blauem Himmel begrüsst. So lässt sich Montag machen!

Aufstehen und erst mal Kaffee machen… Bis das Gas alle ist. Zum Glück haben wir einen kleinen tragbaren Kocher, der uns das Lebenselexier doch noch zubereiten lässt. Allerdings ist nun klar, dass wir uns um einen neue Gasfüllung kümmern müssen.

Um den Beach Front Spot nicht aufgeben zu müssen, finden wir’s eine prima Idee, mit dem leeren Gasbehälter die kurzen 1.9 km zu Fuss zur Füllstation zu gehen. Schliesslich sind wir ja fit und die Tankstelle nah – wäre ja gelacht!

Wir latschen los, es wird warm und wir trotten durch ein paar zwielichtige Quartiere… Und gelangen dann lockerflockig an die Tankstelle. Der gute Mann hat etwas Mitleid mit uns – denn er füllt nicht nach sondern tauscht bloss Flaschen aus, und nur die Grossen. Super.
Er empfielht die BP-Tankstelle im Stadtzentrum – gute Idee! Die ist ja nur 4 km weit weg… Wir wägen die Optionen ab und meinen, dass das schon gehen sollte. Und gehen und gehen und gehen und gehen… Der grummlige BP-Mann füllt die Flasche auf, wir bezahlen und machen uns auf den Rückweg. Der beträgt wiederum 2 km und ich hab’s langsam gesehen. So ohne Zmorgen in der Hitze ist ja noch eins – aber wir (resp. Aeschi, der stur nicht tauschen wollte) schleipfen noch 15 kg Gasflasche-mit-Füllung rum.

Endlich! Am Horizont steht Mathilda. Endlich gibt’s einen weiteren Kafi und Zmorgen am Meer mit unschlagbarer Aussicht! Der Fussmarsch war retrospektiv in Ordnung – es ist ja nicht so, als hätten wir einen vollgepferchten Terminplan und stressigen Tag vor uns : )

Read More

Pump Track Camping

Das Wetter hält die versprochene Besserung – es war und bleibt trocken!
Da sich unsere Vorräte definitv dem Ende neigen, fahren wir ins nahe gelegene Napier, um einzukaufen und ein Plätzchen für die nächste Nacht zu finden. Gleichzeitig entscheiden wir uns für ein externes Früstück.

In Napier ist die halbe Stadt abgesperrt – wir erfahren, dass sich an dem Sonntag morgen die Nationalmeisterschaft der Männer-Elite im Rennvelofahren abspielt.
Wir finden ein gemütliches Tischchen in einem Kaffee mit Blick auf das Spektakel, bestellen French Toast und Eggs Benedict und lassen es uns gut gehen.
Später trotten wir noch etwas durch das Art-Deco Städtchen, das 1931 schier komplett von einem Erdbeben ausgelöscht und dann wieder aufgebaut wurde.

Mit vollem Bauch, vollem Kühlschrank und guten Bier-Reserven fahren wir weiter gegen Süden und wollen eigentlich bei Clifton einen Nachtplatz suchen. Doch grad, als wir aus Napier rausfahren wollen, taucht linkerhand, zwischen Meer und freiwilliger 40-er-Zone ein kleiner Pumptrack mit Parkplatz auf, den wir uns anschauen. Auf dem PP ist Freedomcamping erlaubt – sprich: Man darf hier kostenlos im Camper übernachten. Allerdings nur für Fahrzeuge, die Self-Contained (mit Abwasser-Auffang und Toilette ausgestattet) sind – also wir.

Wir verbringen einen faulen Nachmittag mit Strand (hier ein schwarzer Stein-Strand), lesen und dem Planen der weiteren Route. Was nach nicht viel tönt, war tagesfüllend! Es gabu auch viel zu organisieren: Mit dem Camper-Vermieter organisieren wir eine Erneuerung einer Lizenz, die mitte Januar abläuft. Dann koordinieren wir ein Treffen mit Tom und Cherryl, Freunden von Michel & Karina, die sich ebenso auf ein Treffen freuen, wie wir. Natürlich müssen wir noch die Fähre buchen – am Sonntag morgen 9 Uhr setzen wir auf die Südinsel über. So haben wir genügend Zeit, um in Wellington noch 2, 3 Tage auf dem Bike zu sitzen und uns mit Matti aus Bern und seiner Freundin zu treffen; auch das Freunde von Freunden, die kennen wir aber bereits.

Da Wellington kein wirklich berauschender Ort ist und mir etwas sehr versifft in Erinnerung ist, such ich einen Camping, auf dem es sich 4 Nächte aushalten lässt. Leider ist da Fehlanzeige: Es gibt einen bezahlten Parkplatz, der ganz üble Rezensionen hat und einen Freedom-Camping-Platz, der noch schlechter abschneidet… Von Lärm, Trunkbolden und Diebstahl ist die Rede – wir suchen weiter. Und finden einen superschönen Platz auf der anderen Seite der Bucht – leider hat der aber erst ab dem 15. Januar offen.

Nach intensiver Suche entscheiden wir uns, via AirBnB eine Unterkunft zu eruieren… Und finden ein Zimmer bei einem Rob, das ganz ordli aussieht. Mal schauen – wir sind gespannt. Rob selber ist die ersten zwei Nächte nicht da, womit wir das Haus offenbar für uns haben. Auch gut – wir werden ja sehen.

Am Abend füllt sich der Parkplatz langsam mit Campern und gegen Sonnenuntergang legt sich auch der Wind. Eine unglaublich gemütliche Stimmung kommt auf, die Wellen vom Meer sind gut zu hören, irgendwo läuft easy listening Musik, alle sind gut gelaunt… Ich hätte nie gedacht, dass ein simpler Parkplatz so cool werden könnte!

 

Read More

Waipunga Block

Nach einem weiteren Super-Müesli zum Zmorgen (frische Erdbeeren, Heidelbeeren, Bananen, Apfel, Joghurt und Mandeln) machen wir uns auf den Weg, den westlichen Teil des Bikeparks zu entdecken. Wir wollen früh los, da der Tag warm zu werden verspricht.

In voller Bike-Montur machen wir uns auf den Weg, der erst über Schotter- dann eine startk befahrene Teerstrasse führt. Nicht wahnsinnig ideal, aber dafür ein gut rollender Untergrund. Wir biegen von der Hauptstrasse auf eine Nebenstrasse, die uns zum obersten von 3 Eingängen in den Park bringen sollen. Der geht natürlich steil bergauf… dafür auch nur 2 Kilometer.

Wir schaffen’s endlich an den Eingang – jedenfalls gehen wir davon aus, dass es der ist. Auf der Park-Website steht, dass aufgrund geplantem, baldigem Holzschlag sämtliche Signaletik fehlt. Sehr gut – das hilft uns auf jeden Fall weiter. Wir vergleichen Karte mit Umgebung und defnieren den Eingang als denjenigen, den wir suchen. Klettern über das Gatter, hieven die Velos drüber und folgen dem mit Piniennadeln übersähten Waldboden – natürlich geht’s aufwärts.

Nach 500 Metern Waldweg scheiben wir den letzten üblen Bitz hoch und entscheiden uns für den Trail “Grand Traverse” welchen wir via die Trail “Local DH” und “Maxxis” erreichen. Der ist eigentlich ziemlich cool zum Fahren, verhältnismässig lang und es geht tatsächlich abwärts! Leider ist der Park in einem schlechten Zustand, später erfahren wir, dass seit letztem Sommer nichts mehr gemacht wurde. Das zeigt sich in zugewachsenen Wegen, Brommbeersträuchern am Rand und Sturmholz, das immer mal wieder quer über dem Trail liegt. Mir persönlich machen die Faustgrossen Pinien-Zapfen etwas mühe – sie sind saumässig blöd zum drüberfahren und liegen überall.

Zumindest die Startrampe geht abwärts

Ich sterb ein paar kleinere Tode und rutsche hier und fluche dort – und schon sind wir wieder am Fuss des Hügels angelangt. Dasselbe nochmeinmal – wieder 2.5 km hoch und dann eine andere Route wählen. Der Hi-Roller ist teilweise etwas schwieriger zum Fahren, geht aber auch für mich. Im Gegenssatz zum ersten Trail geht’s hier regelmässig auch hoch – und in Kombination mit dem von der vorhergehenden Nacht nass gewordenen Wald und den steigenden Temperaturen wird’s schwül und anstrengend. Wir fahren den Trail, orientieren uns neu, und versuchen, einen mehr oder weniger lustigen Ausweg aus dem Park zu finden.

Wenn die Strecken gepflegter gewesen wären, hätt’ ich den Anstieg ein weiteres Mal auf mich genommen – unter den gegebenen Bedingungen liess ich’s aber bleiben.

Wir trödeln zurück auf den Camping und waschen die ganzen Bike-Sachen – im Auto muffeln die sonst bloss vor sich hin. Etwas dösen, ein verdientes Bier und schon bald macht der Himmel wieder zu, womit es wiederum etwas fröstliger wird. Rechtzeitig zur Dämmerung zeigt sich auch das Stech-Vieh und fällt vor allem Aeschi an. Die Fiecher (Sandfliegen?) sind agressiv und die Temperaturen eher sportlich, so dass wir uns für ein Dinner drinnen entscheiden. Es gibt zwar nur Resten – immerhin sind es aber Pasta della moda da Tendu mit geriebenem Parmesan, Choblibrötli à la Aeschi und einen lokalen Rotwein. Zum Dessert warten Erdbeeren (natürlich) und ein trümmliger Camenbert für den Sous-Chef. Wir finden’s gemütlich und sind froh, dass wir in Mathilda essen können.

Read More

Slims Paradise

Ein Burglindchen hatten wir auch hier. Bin in der Nacht einmal mehrere Minuten halb angekleidet unter der Dachkluke gestanden und habe, Mathildas Schwanken im Wind ausballancierend, den einen Baumwipfel über uns beobachtet. Autoschlüssel in der Hand, bereit uns in offeneres Gebiet zu fahren.
Am Morgen lagen dann weiter oben und auf der Strasse weg, Richtung Hawke’s Bay auch ettliche mittelgrosse Äste rum.

Wir sind in Eskdale, kurz vor Napier, im «Pan Pac Eskdale Mountainbike Park”, haben uns bei Ankunft am Mittag nen 3 Wochen gültigen Besucher-Pass im nächsen 4Square (dem hiesigen Denner) erstanden, denn ohne den darf man die Trails nicht befahren, und sind mal los in den «Mill Block” …
Wenn Mann (ich) meinte, die Wege im Whakarewarewa Wald seien verrworren und die Karte unklar, dann Wilkommen im Pan Pac ! Höhenangaben gibts eh keine. Wege, wenn auf der Karte nicht gekennzeichnet, sind in beide Richtungen befahrbar, sonst gibt’s nen Pfeil in die Fahrtrichtung … was aber noch lange nicht heisst das dies bergab geht. Man fährt hier ja eh lieber bergauf, ist mein Eindruck.
Dann sind einige Trails und auch Forststrassen, die ich mir jetzt eigentlich zum hochpedalieren vorgestellt habe, mit dicken Verbotstafeln unserer Nutzung untersagt – leider ist das aber auf keiner von den Karten, die schon so viele Verbote enthalten, so gekennzeichnet.

Jedenfalls sind wir 2 Stunden mehr oder weniger steil kleine Wege mit Anliegerkurven bergauf gefahren und schlussendlich wieder am Ausgangspunkt angelangt. Wie das genau gehen soll, das hätte Mann wohl mal den Albert Einstein fragen sollen – naja, zu spät. (OK, es gab 2 Mini-Abfahrten, eine schwarz gekennzeichnet, mit ein paar Absätzen und kleinen Doubles, das waren aber unmöglich mehr als 50 Höhenmeter)

Der Yves hätte hier seine wahre Freude, fährt er doch so gerne hoch und weiss mit Karten eh nicht viel anzufangen 🙂

Morgen probieren wir noch den Waipunga Block, sieht etwas abfahrtslastiger aus und vielleicht sind die Forststrassen hier ja offen.

Read More